2: Sachma, die Jungs da hinten im Eck ...?
1: die Säuferclique?
2: Achso, dachte schon, das wäre so ein Fall von Dehydrierung! Soll ja im Winter schon mal vorkommen.
1: Aber eher bei Älteren.
2: Säuglingen auch. Also im wahrsten Sinne ...
1: Säugling? Ja. Sassi sagt Kampfmittelräumdienst.
2: ...?
1 (erklärend): Racke Rauchzart meistert dem Jäger das Pfützenbier. Die trinken alles. Ist in erster Linie eine Frage der Zeitnahme. Contre la montre. Und was trinken Sie? Das ist so ne Männlichkeitsnummer, denke ich.
2: Die gesellschaftsfirmierende Wirkung des Gärballons.
1: Was?
2: Gärballon! Hab mal ne Doku gesehen aus Java oder so. Großes Stammesfest, alle stampfen zusammen die gesammelten Bananen zu Brei und spucken immer wieder kräftig in den Topf. Das regt die Gärung an, und wer sich später weigert, den Seiber zu schlucken, gehört eben auch sonst nicht dazu.
1: Lecker!
2: Da schließt sich der Kreislauf. Denn was die im Magen/Darm-Trakt haben, naja, kann man sich ja jetzt irgendwie denken. Oben rein, unten raus. Oben raus, unten rein. Ich weiß nicht. Irgendwie so.
Sassi: Jungs, Klo ist verstopft.
2: Siehst du, was ich meine?!
1: Absolut.
... im Bad sind es die Herren, in der Muppetsshow die Griesgrame vom Balkon, im Café haben wir das Sagen.
Sonntag, 20. November 2011
Dienstag, 4. Oktober 2011
So oder so
Sassi und die Spülmaschine und der eine Knopf, von dem sie nicht weiß ob sie ihn so oder so rum drehen muss, um den Fehler zu beheben. Und das mal wieder. Bekommt man eine Aufgabe so lange gestellt, bis man sie selbst gut gelöst hat? Vielleicht kommt es einem nur so vor? Weil man sich nur das merkt, was man nicht so gut kann? Oder weil nur davon gesprochen wird was man nicht so gut kann? Sie hört den Chef schon meckern ... irgendwas mit dumm und sie solle sich die Bedienungsanleitung des Knopfes tätowieren lassen. Sassi lässt die Spülmaschine Spülmaschine sein. Für die zwei Stammgäste im Café wäscht sie die Tassen von Hand.
1. Machst noch einen?
2. Mir auch.
Wenn eine Person gut Auto fahren kann, nur nicht rückwärts - was wird von ihr erzählt?
Sassi rechnet durch - in Prozent von 100
vorwärts fahren: 70 % - ja
links fahren: 13 % - ja
rechts fahren: 14 % - ja
rückwärts fahren: 3 % - 0
Gesamt: von 100 % Fähigkeit Auto zu fahren erhält die Beispielperson 97 %.
Ein gutes Ergebnis! Über die 3 % wird sich einen Kopp gemacht, statt sich über den Rest zu freuen. Möglicherweise werden Strategien entwickelt, um das Rückwartseinparken zu vermeiden, Ausreden formuliert, von wegen man gehe gern ein paar Schritte. Die souveränere Möglichkeit wäre doch, man würde seinen Wagen in die Lücke parken, scheiß drauf, wie. Den dummen Blicken und Kommentaren mit einem Fingertipp auf den Aufkleber: 20 Jahre unfallfrei begegnen und mit einem Hüftschwung selbstbewusst tun, was man tun will. Doch genau das fällt schwer. Sassi hört sie schon, ihren Chef und den Servicemann, stöhnen. Links rum oder rechts rum?
Die Lattes fließen in die pieksauberen handgespülten Gläser. Die Frage wäre angedacht, Verhaltensmöglichkeiten angerissen, doch so richtig schlau ist Sassi noch nicht. Sie hängt die neuen Löffel mit dem Knick in die Gläser. Selbst versuchen, auch wenn sie in die falsche Richtung dreht oder Servicemann anrufen? Auf dem Weg zum Tisch geht sie die Sache noch mal durch: Mangel erkennen, locker damit umgehen lernen, es erneut probieren, Fehlschläge nicht dramatisieren, dann, irgendwann oder auch nicht - so oder so. Hm, aber immerhin, auch eine Möglichkeit.
S: Hier, bitte schön. Sagt mal: links oder rechts?
1. Machst noch einen?
2. Mir auch.
Wenn eine Person gut Auto fahren kann, nur nicht rückwärts - was wird von ihr erzählt?
Sassi rechnet durch - in Prozent von 100
vorwärts fahren: 70 % - ja
links fahren: 13 % - ja
rechts fahren: 14 % - ja
rückwärts fahren: 3 % - 0
Gesamt: von 100 % Fähigkeit Auto zu fahren erhält die Beispielperson 97 %.
Ein gutes Ergebnis! Über die 3 % wird sich einen Kopp gemacht, statt sich über den Rest zu freuen. Möglicherweise werden Strategien entwickelt, um das Rückwartseinparken zu vermeiden, Ausreden formuliert, von wegen man gehe gern ein paar Schritte. Die souveränere Möglichkeit wäre doch, man würde seinen Wagen in die Lücke parken, scheiß drauf, wie. Den dummen Blicken und Kommentaren mit einem Fingertipp auf den Aufkleber: 20 Jahre unfallfrei begegnen und mit einem Hüftschwung selbstbewusst tun, was man tun will. Doch genau das fällt schwer. Sassi hört sie schon, ihren Chef und den Servicemann, stöhnen. Links rum oder rechts rum?
Die Lattes fließen in die pieksauberen handgespülten Gläser. Die Frage wäre angedacht, Verhaltensmöglichkeiten angerissen, doch so richtig schlau ist Sassi noch nicht. Sie hängt die neuen Löffel mit dem Knick in die Gläser. Selbst versuchen, auch wenn sie in die falsche Richtung dreht oder Servicemann anrufen? Auf dem Weg zum Tisch geht sie die Sache noch mal durch: Mangel erkennen, locker damit umgehen lernen, es erneut probieren, Fehlschläge nicht dramatisieren, dann, irgendwann oder auch nicht - so oder so. Hm, aber immerhin, auch eine Möglichkeit.
S: Hier, bitte schön. Sagt mal: links oder rechts?
Freitag, 19. August 2011
"Willst du Penis waschen?"
Was für ein schräger Tagesbeginn, denkt Sassi, während sie die Tische wischt und ihren Chef aus den Augenwinkeln mustert. Als wäre sie zuständig. Sollte das zu ihrem Tagesthema werden? In der Früh klingelte es lang anhaltend bei ihr. Sie zur Tür, steht draußen Olnur Kücjük, der Familienvater von gegenüber, und lächelt ein wenig verlegen aus seinem glatten Vollmondgesicht: "Willst du Penis waschen?" Sie muss ziemlich große Augen gemacht haben, denn der Mann nötigt sie mit einer Geste auf den Bordstein, die Malerei auf der Straße zu begutachten. Eine naive Zeichnung. Erstellt mit einfachstem Material, Straßenmalkreide, nur mit zwei Farben koloriert, weiß und rosa, 15 Meter lang und 3 Meter breit. Mit allem, was dazu gehört, inklusive angedeuteter Ejakulation. Ein grafisch nicht zu anspruchsvolles Motiv insgesamt. Mit den schlichten Mitteln jedoch effektvoll umgesetzt. Diese künstlerische Meinung wurde von der muslimischen Nachbarschaft offenbar nicht geteilt, daher die Anfrage: Penis waschen. Das ist nicht mein Werk, wo denkst du hin, sagt sie, er lächelt noch einmal kurz verlegen und entgegnet flüsternd, dabei macht er jetzt ein wütendes Gesicht und heftige Gesten: Meine Frau schickt mich und meine Schwiegermutter. Aha, die Gesten sind für die Augenpaare hinter der Gardine. Die Künstler werden die pubertierenden, gickelnden Jungs aus der Etage unter ihr gewesen sein. Doch die sind in der Schule. Nicht so Frau und Schwiegermutter und Olnur, der hat heute Spätschicht. Mehrere Eimer Wasser später scheint der Frieden wieder hergestellt. Wenn es doch immer so einfach wäre übertriebene maskuline Selbstdarstellung fortzuspülen ... Sassi wringt den Lappen aus.
Freitag, 12. August 2011
Rainers Kolumne
Gestern kommt Rainer durch die Tür, setzt sich auf den kaputtesten der Stühle und erklärt, man müsse jetzt langsam mal ernsthaft was unternehmen. Mit der alten Hexe drüben. Gemeint ist die hintere Nachbarin. Ihr Grundstück stößt an der Stelle mit dem Cafe zusammen, also mit der gepflasterten Parzelle dahinter, auf der man drei Kisten Cola, einen Panda und den Besen für den Winterdienst abstellen kann, also an der Stelle, wo das alte Gartenhaus steht, da war schon lange keiner mehr drin. Geht auch nicht, weil das ewig unter Wasser steht. Das liegt an der alten Hexe, denn von der kommt das Wasser. Jedes Mal, wenn es regnet, ergießt, das kann Rainer einem zeigen, sich ein Bach über den Hof, der kommt aus dem Gartenhaus, und dort, auch das kann Rainer einem zeigen, mündet er direkt aus dem Grundstück von der Hexe, die endlich mal was tun muss, damit das aufhört. Die Leute werden immer frecher. Die Welt besteht nur noch aus Verrückten! Die alte Hexe ist Gottseidank schwerhörig und Rainer der Besitzer. Der hat sich das erarbeitet (wenn er nicht gerade was geerbt hat wie das Cafe, den Hof, das Gartenhaus, das sein Vatter selbst gezimmert hat, also eigentlich alles) hart erarbeitet im Leben. Man kriegt nichts geschenkt. So ist das. Der Schuppen ist marode und fällt bald zusammen. Eigentlich schon seit fünfzehn Jahren, aber da wird sich Rainer bald drum kümmern, das muss erhalten werden, da wurden früher sogar Tomaten angebaut. Die will er im Cafe verkaufen. Aber vorher muss die Alte mal endlich Pflichten Eigentum verpflichtet alles verfallen faul die ganze Welt lebt nur auf seine Kosten - das muss ein Ende und überhaupt. Heute morgen steigt die Sassi auf das marode Dach, weil erstens hat sie einen Splin, der befiehlt ihr, überall drauf, ein und runter zu steigen, was alt und verfallen ist, um zu spekulieren, wie die Leute früher gelebt haben, und zweitens steht neben der Gartenlaube ein Wasserfass, wo nix mehr drin ist und da holt sie für gewöhnlich das Wasser fürs Basilikum, davon geht ne Menge durch, alle zwei Tage muss das ordentlich bewässert werden, am besten mit Regenwasser. Nichts da, Leitung verstopft trotz Regen. Oben sieht sie die Rinne: verstopft, das Wasser von den Sturzbächen des Superregensommers läuft kubikmeterweise über die Kante als Wasserfall - na, wohin? In Nachbarins Gärtchen. Und macht dort alles kaputt. Dann dreht es um, weil Wasser nunmal nicht den Berg rauf will, und bahnt sich den Weg durch die Mauselöcher in Vatterns Tomatenhäuschen. Sassi, ordentlich, wie sie ist, holt den Schmodder aus der Rinne, Nachbarin lädt sie zum Kaffee ein, Sassi kuckt auf die Uhr und kann nicht, denn da ist ja noch die erste Bürgerpflicht der Kellnerin, die Pünktlichkeit. Zurück am Arbeitsplatz geht's los, volle Kante. Rainer hat die Schnauze endgültig voll, aber sowas von. Er muss aber auch alles alleine machen. Mal fünf Minuten ist man weg, da steht die Bude offen und das Personal ist nicht in Sicht. Alle drei Jahre, denkt Sassi, alle drei Jahre ist Rainer mal da, und in diesen Zeiträumen glückseliger Abwesenheit hat er sich seinen zweiten Vornamen erarbeitet, aber sowas von. Und außerdem hat Sassi wohl nicht begriffen, was er ihr gestern nahegelegt hätte. Dass sie gefälligst mal der alten Hexe den Marsch zu blasen hat. Aber klar. Er kann sich schließlich nicht ... um ALLES selber kümmern. Der Name? Achso - Rainer, Rainer Schwachsinn. Seit elf ist der wieder auf Mallorca. Oder vorm Fernseher, wer weiß ...
Donnerstag, 23. Juni 2011
Katzen würden Whisky saufen
1: Was wohl Hunde so denken?
2: Tja, Hemm. Sagen wir so:
1: Ja?
2: Das, was Hunde nicht denken, unterscheidet sich gewiss nicht von dem, was Menschen nicht denken.
1: Yepp.
2: Also bleibt als Rest, das was Hunde nicht nicht denken und das, was Menschen nicht nicht denken, also der Rest vom ganzen. Die Reste gegenüber dem Ganzen müssen auch gleich sein, wenn die Teile gleich sind. Mit anderen Worten - wenn das, was Menschen nicht denken, identisch ist mit dem, was Hunde nicht denken, ist das, was Hunde denken, auch identisch mit dem, was Menschen denken.
1: Oich!
2: Heißt - Hunde und Menschen denken das selbe.
Sassi: Zwei Mal dasselbe?
2: Tja, Hemm. Sagen wir so:
1: Ja?
2: Das, was Hunde nicht denken, unterscheidet sich gewiss nicht von dem, was Menschen nicht denken.
1: Yepp.
2: Also bleibt als Rest, das was Hunde nicht nicht denken und das, was Menschen nicht nicht denken, also der Rest vom ganzen. Die Reste gegenüber dem Ganzen müssen auch gleich sein, wenn die Teile gleich sind. Mit anderen Worten - wenn das, was Menschen nicht denken, identisch ist mit dem, was Hunde nicht denken, ist das, was Hunde denken, auch identisch mit dem, was Menschen denken.
1: Oich!
2: Heißt - Hunde und Menschen denken das selbe.
Sassi: Zwei Mal dasselbe?
Dienstag, 24. Mai 2011
Kautschuk
Sassi streift sich die Gummihandschuhe ab. Schluss mit dem Scheuern für jetzt. Seit die für Latexhandschuhe kein Kautschuk mehr verwenden, sondern Erdöl, jucken ihr die Finger. Wasn Chaos im Lager. Sassi sucht Sahne. Chaos, wie in der vergangenen Nacht, so gegen morgen. Da haben sie den Peugeot beladen, mit allerlei Kram. Sogar Zeugs aufs Dach geschnallt haben sie. Der eine von denen baute die Tür aus und behandelte sie gegen Rost, einfach so. Gefragt hat niemand, also, weder wegen des Beladens noch wegen der Tür. Sassi schüttet Sahne in einen Mixbecher. Sucht das Handrührgerät. Freundliche Leute waren das. Zur Arbeit wollte sie fahren und den Kollegen Kuchen mitbringen. Am Ende der Beladung war für den Kuchen kein Platz mehr. Alles sollte zum Flughafen gefahren werden, nach einem chaotischen Morgen im Haus, wo die Mitbewohnerin ziemlich viel Besuch hatte und sie einer der Gäste durch stetiges Espressoreichen aufgehalten hat. Das war bevor die Großfamilie Sassi abgefangen hat, die mochte sie wohl, weil sie freundlich behandelt wurden und die nun meinte, sie könne nicht Nein sagen, ihre Sachen zu transportieren. Sassi schlägt Sahne. Schlussendlich stand da nur noch ein junges Rind hinterm Peugeot Cabrio, es war braun und schaute, wie so ein Rind schaut, flankiert war es von zwei Kindern und der Inder oder Pakistani, der das Oberhaupt der Aktion zu sein schien, er trug ein blaues Hemd und war leicht untersetzt, schaute auf seinen Block und sagt: Wenn Kuh aufgeladen, wir heiraten. Sassi sah zur Kuh und wusste, sie wollten das Tier auf die Heckklappe binden, hatte aber den Inder nicht recht verstanden oder traute ihren Ohren nicht. Zweimal fragte sie: Wie bitte? Er sagte: Wenn Kuh aufgeladen, wir heiraten. Können wir später ... oder Frauen sprechen. Also, die Frauen seines Clans sollten das besprechen ... Die Haustürklingel hat sie rausgerissen. Sassi stampft jetzt Butter. Was für ein Traum. Daran ist sicher der kaputte Peugeot mit in Schuld - und der Albaner namens Kratschrk, der seither klingelt und sagt: Was Auto kost, ich kaufe ...
Sassi notiert: Sahne.
Sassi notiert: Sahne.
Montag, 16. Mai 2011
Daredevil
1: In den Staaten hat man ja eine seltsame Vorstellung vom Heldentum.
2: Heldentum? Wasndasn?
1: Naja, ich weiß getz das passende einheimische Wort nicht dafür.
2: Der Heros?
1: Richtig, irgendsowas wird es sein.
2: Hiero hört sich natürlich besser an.
1: Wie'n japanischer Vorname für leichte Mädchen.
2: Wenn du mich fragst, hat es was von einer antiquierten Einleitung -
'hiero hub er an und darob sank er nieder'.
1: Upps
2: Und was sagen die Staaten dadezu?
1: Man muss Gummihosen tragen, ne Latexnase und Schurken hetzen.
2: Was hast du gegen Latexnasen?
1: Nüx, aber wenn ich mir vorstelle, Georgie Bush steigt salutierend aus
Airforce-One zur Ehre der Eliteeinheiten am Golf beim Schurkenjagen, und
beim Herabschreiten der Stairway quietscht die Gummihose ...
2: Hört man ja nicht!
1: Ist auch wieder wahr.
2: Heldentum? Wasndasn?
1: Naja, ich weiß getz das passende einheimische Wort nicht dafür.
2: Der Heros?
1: Richtig, irgendsowas wird es sein.
2: Hiero hört sich natürlich besser an.
1: Wie'n japanischer Vorname für leichte Mädchen.
2: Wenn du mich fragst, hat es was von einer antiquierten Einleitung -
'hiero hub er an und darob sank er nieder'.
1: Upps
2: Und was sagen die Staaten dadezu?
1: Man muss Gummihosen tragen, ne Latexnase und Schurken hetzen.
2: Was hast du gegen Latexnasen?
1: Nüx, aber wenn ich mir vorstelle, Georgie Bush steigt salutierend aus
Airforce-One zur Ehre der Eliteeinheiten am Golf beim Schurkenjagen, und
beim Herabschreiten der Stairway quietscht die Gummihose ...
2: Hört man ja nicht!
1: Ist auch wieder wahr.
Montag, 9. Mai 2011
Praktikanten müssen draußen bleiben
Sassi malt ein Schild und hängt es in die Tür.
1 und 2 wundern sich.
S: Kein Kommentar. Von euch. Jetzt nicht.
Sassi wischt die Tische so wie ein Schreiner Türen abhobelt, um sie passend zu machen.
S: Neulich, der eine, ich kann euch sagen. Wollte hier arbeiten, es war für ein Schulpraktikum. Sag ich okay, man ist ja nicht so. Kaffee machen, Brötchen belegen. Jeden Handgriff musste man ihm sagen. ALLES. Dann, ganz einfach der Auftrag: Spülmaschine ausräumen. Fragt er: Alles? Nach einer Stunde und des obersten Korbs musste er erst mal raus und eine rauchen. Von der zweiten Ebene hat er die neuen Latte-Gläser zerdeppert. Alle. Scherben fegen wollte er nicht, er könnte sich ja verletzen. Sagt er, Brötchen belegen hat ja noch Spaß gemacht, aber das hier ... ist nichts für mich. Dann drehte er sich noch eine, krümelte den Tabak auf die Arbeitsfläche und ging. Das war schon der dritte Typi, der sich so benommen hat.
Echt jetzt. Überlegt mal, wenn diese Leute später womöglich mal Arzt werden oder so. Machen eine OP an dir, müssen dabei die Schädeldecke öffnen. Sagt der Doktor in spe nach einer Stunde: Och, Schädelaufsägen und Frontallappenschnippeln hat ja noch Spaß gemacht, aber jetzt muss ich erst mal eine rauchen ... Ich höre es schon: biepbipbiepbipbip ... "Doktor, wir verlieren ihn, Sie müssen die Gefäße zunähen!"
Doktor: "Wie? Alle? Jetzt? Kann das nicht jemand anders -" biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiip.
Na, bevor es zum Exitus kommt, hoffe ich, dass da eine resolute Schwester im OP steht und ihm sagt: "Ja, jetzt, alle. Sonst bekommen Sie die Schlüssel Ihres Porsches nicht zurück - und keine Widerrede!"
Möchtet ihr noch einen Milchkaffee?
1 und 2 wundern sich.
S: Kein Kommentar. Von euch. Jetzt nicht.
Sassi wischt die Tische so wie ein Schreiner Türen abhobelt, um sie passend zu machen.
S: Neulich, der eine, ich kann euch sagen. Wollte hier arbeiten, es war für ein Schulpraktikum. Sag ich okay, man ist ja nicht so. Kaffee machen, Brötchen belegen. Jeden Handgriff musste man ihm sagen. ALLES. Dann, ganz einfach der Auftrag: Spülmaschine ausräumen. Fragt er: Alles? Nach einer Stunde und des obersten Korbs musste er erst mal raus und eine rauchen. Von der zweiten Ebene hat er die neuen Latte-Gläser zerdeppert. Alle. Scherben fegen wollte er nicht, er könnte sich ja verletzen. Sagt er, Brötchen belegen hat ja noch Spaß gemacht, aber das hier ... ist nichts für mich. Dann drehte er sich noch eine, krümelte den Tabak auf die Arbeitsfläche und ging. Das war schon der dritte Typi, der sich so benommen hat.
Echt jetzt. Überlegt mal, wenn diese Leute später womöglich mal Arzt werden oder so. Machen eine OP an dir, müssen dabei die Schädeldecke öffnen. Sagt der Doktor in spe nach einer Stunde: Och, Schädelaufsägen und Frontallappenschnippeln hat ja noch Spaß gemacht, aber jetzt muss ich erst mal eine rauchen ... Ich höre es schon: biepbipbiepbipbip ... "Doktor, wir verlieren ihn, Sie müssen die Gefäße zunähen!"
Doktor: "Wie? Alle? Jetzt? Kann das nicht jemand anders -" biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiip.
Na, bevor es zum Exitus kommt, hoffe ich, dass da eine resolute Schwester im OP steht und ihm sagt: "Ja, jetzt, alle. Sonst bekommen Sie die Schlüssel Ihres Porsches nicht zurück - und keine Widerrede!"
Möchtet ihr noch einen Milchkaffee?
Montag, 2. Mai 2011
HEADLINE
1: Arbeit als Struktur gebendes Element.
2: Hemm? Wie meinen?
1: Steht hier. Umfrage zum Thema Arbeit. Wer wo warum arbeitet.
2: Wasmit Geld? Sicher auchn Argument. In Einzelfällen.
1: App-so-lut!
2: Jaja.
1: Hat auch was Strukturgebendes, das Geld.
2: App-so-lut, ja.
1: Jaja.
2: Absolut.
1: Jaaa .. und, hm, was würdest du ankreuzen?
2: Stehtn zur Auswahl?!
1: Geld - Ansehen - Karriere - Selbstbewusstsein -
Selbstverwirklichung ...
2: Struktur, Struktur passt am besten.
1: Absolut.
2: Bei dir auch?
1: Was?
2: Struktur?
1: Struktur - was?
2: Arbeit als Struktur gebendes .. wie war das?
1: Vagessn, soll ich nachgucken?
2: Ich meine, was gibt dir Struktur im Leben?
1: Achso, ja! Das Café .. Sassi .. Snookertimetable .. Cronjobs am
Server ..
2: Bauchschmerzen von der Zigarre .. Motoren zerlegen .. Schon klar.
1: Wie meinsten das jetzt?
2: Wieso?
1: Höre da so eine aggressive Verkürzung raus.
2: Oh, jä, m, aggressiv verkürzend, ja. Nicht so gemeint, Versuche nur,
Struktur in der ganzen Sache zu finden.
1: Echt? Ich auch.
2: Hemm? Wie meinen?
1: Steht hier. Umfrage zum Thema Arbeit. Wer wo warum arbeitet.
2: Wasmit Geld? Sicher auchn Argument. In Einzelfällen.
1: App-so-lut!
2: Jaja.
1: Hat auch was Strukturgebendes, das Geld.
2: App-so-lut, ja.
1: Jaja.
2: Absolut.
1: Jaaa .. und, hm, was würdest du ankreuzen?
2: Stehtn zur Auswahl?!
1: Geld - Ansehen - Karriere - Selbstbewusstsein -
Selbstverwirklichung ...
2: Struktur, Struktur passt am besten.
1: Absolut.
2: Bei dir auch?
1: Was?
2: Struktur?
1: Struktur - was?
2: Arbeit als Struktur gebendes .. wie war das?
1: Vagessn, soll ich nachgucken?
2: Ich meine, was gibt dir Struktur im Leben?
1: Achso, ja! Das Café .. Sassi .. Snookertimetable .. Cronjobs am
Server ..
2: Bauchschmerzen von der Zigarre .. Motoren zerlegen .. Schon klar.
1: Wie meinsten das jetzt?
2: Wieso?
1: Höre da so eine aggressive Verkürzung raus.
2: Oh, jä, m, aggressiv verkürzend, ja. Nicht so gemeint, Versuche nur,
Struktur in der ganzen Sache zu finden.
1: Echt? Ich auch.
Sonntag, 1. Mai 2011
Ich frage mich ..
1: Was meinst du? Ob ...
2 (gestikulierend): Kann dich nicht hören.
1: Genau meine Rede!
2: Was fürn Haubenpegel?
1: GENAU MEINE REDE!
2: WAS?
1: Ob die das als schön empfinden, das Geläute?
2: Meinst die Glocken?
1: Yepp! Oder ob die nur Lärm machen wollen?
Kurze Bimmelpause
2: Frühkindliche Aufmerksamkeitserregungsstrategie.
1: Was soll uns das sagen?
2: Dass sie dicke Glocken haben ..? Sassi!
Sassi: Was?
Bimmel geht weiter.
2: Machst du mir einen großen Gecremeten?
Sassi: Was?
2 (ruft gegen das Gebimmel an): Grand Creme ..
Sassi (versteht nichts)
2 (weist in die leere Tasse): Bimm Bamm Eat Drink Man Woman
Sassi: Kaffeeee?
2 nickt
1 fasst sich an den Kopf
2 (gestikulierend): Kann dich nicht hören.
1: Genau meine Rede!
2: Was fürn Haubenpegel?
1: GENAU MEINE REDE!
2: WAS?
1: Ob die das als schön empfinden, das Geläute?
2: Meinst die Glocken?
1: Yepp! Oder ob die nur Lärm machen wollen?
Kurze Bimmelpause
2: Frühkindliche Aufmerksamkeitserregungsstrategie.
1: Was soll uns das sagen?
2: Dass sie dicke Glocken haben ..? Sassi!
Sassi: Was?
Bimmel geht weiter.
2: Machst du mir einen großen Gecremeten?
Sassi: Was?
2 (ruft gegen das Gebimmel an): Grand Creme ..
Sassi (versteht nichts)
2 (weist in die leere Tasse): Bimm Bamm Eat Drink Man Woman
Sassi: Kaffeeee?
2 nickt
1 fasst sich an den Kopf
Freitag, 1. April 2011
aktuelle Haushaltsfragen
1 (legt die Zeitung weg): Was macht eigentlich so ein Pressesprecher von
Atomkraftwerk sowieso das ganze Restjahr über?
2: Na, ich schätze, das selbe wie wir.
1: Goiler Job! Ich sehe den vor seinem Schreibtisch. Es ist gerade mal
kein Kernkraftwerk am brennen, kein Endlagerschacht am einstürzen, keine
radioaktiven Kügelchen in Krümmel am Spielplatz, kein Fischsterben in
LeHague, also grad nix zu tun ...
2: Zigarre raus, Füße am Tisch, Sprüche kloppen üben!
1 (greift wieder zur Zeitung): Ex-akt! Das mein ich.
2: Was?
1: Stell' dir mal das Familienleben von dem vor!
2: ...?
1 (legt die Zeitung wieder hin): 'Liebling, hast du den Müll
rausgetragen?' - 'Nein, Schatz, die Kapazitäten im Zwischenlager
rechtfertigen zur Zeit noch keine erhöhten Anstrengungen zum Abtransport
der belasteten Reststoffe zur Endlagerstätte.' - 'Aber auf der Treppe
hat jemand was vergossen, das sieht aus wie Pröddel aus dem Müllsack.' -
'Da besteht meines Erachtens kein inhaltlicher Zusammenhang.' - 'Aber
wenn da jemand drauf ausrutscht?' - 'Wir haben schon vor Jahren von
Betreiberseite her einen häuslichen Qualitätsstandard vereinbart, der
zuverlässig ein Austreten von Pröddel aus dem Müllsack verhindern
hilft.' - 'Aber der Dreck ist doch auf der Treppe! Ich sehe das doch!' -
'Das sind alles nur Mutmaßungen. Unsere Experten bestätigen uns das
Gegenteil. Und wenn da was wäre, dann ist das durch unsere Rücklagen
gedeckt.' - 'Welche Rücklagen? Da ist Dreck ...' - 'Das sieht vielleicht
für den Laien so aus.' - 'Sachma, kannst du das nicht einfach mal
wegwischen?' - 'Wir müssen zunächst einmal genauere Analysen abwarten,
bevor wir einen solch weitreichenden Schritt einleiten. Zudem wird das
Gefährdungspotential gerne hochgespielt.' - 'Und wenn jetzt was
passiert?' - 'Nach menschlichem Ermessen ist das ausgeschlossen. Im
Nachbarhaus wäre das VIELLEICHT theoretisch denkbar, aber bei uns ist
das bauartbedingt nicht möglich. Ein minimales Restrisiko besteht
allerdings immer.' - 'Ich will, dass das da weg kommt!' - 'Gut, ich bin
dazu bereit, sagen wir auf Basis einer dauerhaften rechtsverbindlichen
Vereinbarung bei einer angesichts der teils erheblichen Investitionen
angemessenen Restlaufzeit darüber nach zu denken.' - 'Jetzt muss der
Dreck weg!' - 'Das ist doch absurd. Es existieren doch überhaupt keine
ernst zu nehmenden Alternativen. Der Fleck, wenn er denn da ist, ist
doch immer noch tausend Mal sauberer, als wenn da eine Katze hingemacht
hätte.' - 'Mist, jetzt bin ich selbst drauf ausgerutscht!' - 'Pass doch
auf, dumme Kuh!' - 'Entschuldige mal, aber wer hat denn gerade gesagt,
da könnte nichts passieren?!' - 'Verdrehe mir bitte nicht meine Worte im
Mund! Was dein jüngstes Missgeschick angeht, müsste ich zu unseren
Stellungnahmen der Vergangenheit erst mal den genauen Wortlaut prüfen.
Bei derzeitiger Akteneinsicht ist eine Äußerung dieser Art, zumindest in
dem von dir unterstellten Wortlaut, niemals ...'
Sassi: Noch'n Kaffee?
1: 'Außerdem ist man hinterher immer klüger. Und im Übrigen ENTSTEHT in
diesem Haushalt überhaupt kein Müll. Jedenfalls nicht in dem von dir
behaupteten Ausmaß!'
Sassi (stellt Kaffee ab. In Richtung 2): Spinnt der?
Atomkraftwerk sowieso das ganze Restjahr über?
2: Na, ich schätze, das selbe wie wir.
1: Goiler Job! Ich sehe den vor seinem Schreibtisch. Es ist gerade mal
kein Kernkraftwerk am brennen, kein Endlagerschacht am einstürzen, keine
radioaktiven Kügelchen in Krümmel am Spielplatz, kein Fischsterben in
LeHague, also grad nix zu tun ...
2: Zigarre raus, Füße am Tisch, Sprüche kloppen üben!
1 (greift wieder zur Zeitung): Ex-akt! Das mein ich.
2: Was?
1: Stell' dir mal das Familienleben von dem vor!
2: ...?
1 (legt die Zeitung wieder hin): 'Liebling, hast du den Müll
rausgetragen?' - 'Nein, Schatz, die Kapazitäten im Zwischenlager
rechtfertigen zur Zeit noch keine erhöhten Anstrengungen zum Abtransport
der belasteten Reststoffe zur Endlagerstätte.' - 'Aber auf der Treppe
hat jemand was vergossen, das sieht aus wie Pröddel aus dem Müllsack.' -
'Da besteht meines Erachtens kein inhaltlicher Zusammenhang.' - 'Aber
wenn da jemand drauf ausrutscht?' - 'Wir haben schon vor Jahren von
Betreiberseite her einen häuslichen Qualitätsstandard vereinbart, der
zuverlässig ein Austreten von Pröddel aus dem Müllsack verhindern
hilft.' - 'Aber der Dreck ist doch auf der Treppe! Ich sehe das doch!' -
'Das sind alles nur Mutmaßungen. Unsere Experten bestätigen uns das
Gegenteil. Und wenn da was wäre, dann ist das durch unsere Rücklagen
gedeckt.' - 'Welche Rücklagen? Da ist Dreck ...' - 'Das sieht vielleicht
für den Laien so aus.' - 'Sachma, kannst du das nicht einfach mal
wegwischen?' - 'Wir müssen zunächst einmal genauere Analysen abwarten,
bevor wir einen solch weitreichenden Schritt einleiten. Zudem wird das
Gefährdungspotential gerne hochgespielt.' - 'Und wenn jetzt was
passiert?' - 'Nach menschlichem Ermessen ist das ausgeschlossen. Im
Nachbarhaus wäre das VIELLEICHT theoretisch denkbar, aber bei uns ist
das bauartbedingt nicht möglich. Ein minimales Restrisiko besteht
allerdings immer.' - 'Ich will, dass das da weg kommt!' - 'Gut, ich bin
dazu bereit, sagen wir auf Basis einer dauerhaften rechtsverbindlichen
Vereinbarung bei einer angesichts der teils erheblichen Investitionen
angemessenen Restlaufzeit darüber nach zu denken.' - 'Jetzt muss der
Dreck weg!' - 'Das ist doch absurd. Es existieren doch überhaupt keine
ernst zu nehmenden Alternativen. Der Fleck, wenn er denn da ist, ist
doch immer noch tausend Mal sauberer, als wenn da eine Katze hingemacht
hätte.' - 'Mist, jetzt bin ich selbst drauf ausgerutscht!' - 'Pass doch
auf, dumme Kuh!' - 'Entschuldige mal, aber wer hat denn gerade gesagt,
da könnte nichts passieren?!' - 'Verdrehe mir bitte nicht meine Worte im
Mund! Was dein jüngstes Missgeschick angeht, müsste ich zu unseren
Stellungnahmen der Vergangenheit erst mal den genauen Wortlaut prüfen.
Bei derzeitiger Akteneinsicht ist eine Äußerung dieser Art, zumindest in
dem von dir unterstellten Wortlaut, niemals ...'
Sassi: Noch'n Kaffee?
1: 'Außerdem ist man hinterher immer klüger. Und im Übrigen ENTSTEHT in
diesem Haushalt überhaupt kein Müll. Jedenfalls nicht in dem von dir
behaupteten Ausmaß!'
Sassi (stellt Kaffee ab. In Richtung 2): Spinnt der?
Mittwoch, 30. März 2011
Mit Schimpf, Schande und Zitrone
Minister lässt sich bei Uni-Eröffnung von seiner nichtehelichen Tochter vertreten, die er nach der Guttenberg-Affäre rückwirkend anerkannte und ihr seinen Namen verlieh, um Plagiatsvorwürfen gar nicht erst Tür und Tor zu öffnen, gleichsam als Motto der neuen Bildungsstätte: Wenn Keck draufsteht ist auch Keck drin, wenn nicht zu 100% dann doch zu 50% - und das sollte das Mindeste sein, drunter geben bitte auch Sie, liebe Vorteil-Studenten, sich nicht zufrieden ... Papier ist ja so geduldig, denkt Sassi und bringt Ordnung in den Stapel.
Dienstag, 29. März 2011
existentielle Fragen
1: Hasse gehört?
2 (blättert die Magazine durch): Hemm?
1: Sassi interessiert, wie wir zum Heiraten und zum Glücksspiel stehen.
2 (Playboy, Cosmo, Brigitte [Horoskop], Petra, Penthouse, H, ...):
Gibt's doch nicht!
1: Yepp! Denke genauso: Heiraten und Glücksspiel.
2: Heiraten, Glücksspiel und Koks am Klo ...
1: Was für Risikofreudige. Tja, Sassi scheint ja eher der realistische
Typ zu sein.
2 (beschäftigt mit Lui[antik], Mens Health, Grundgesetz der
Bundesrepublik Deutschland in der Fassung vom ... [kommt datten in den
Stapel?]): Sassi? Mussma jemand Ablage machen, hier! Horoskop ist
verjährt, Tittenmagazine hamm Kaffeeflecken, keine Ordnung im
Papierkram ...
Sassi: Bist du sicher, dass das Kaffeeflecken sind?
1: Siehst du? Das meine ich!
2 (blättert die Magazine durch): Hemm?
1: Sassi interessiert, wie wir zum Heiraten und zum Glücksspiel stehen.
2 (Playboy, Cosmo, Brigitte [Horoskop], Petra, Penthouse, H, ...):
Gibt's doch nicht!
1: Yepp! Denke genauso: Heiraten und Glücksspiel.
2: Heiraten, Glücksspiel und Koks am Klo ...
1: Was für Risikofreudige. Tja, Sassi scheint ja eher der realistische
Typ zu sein.
2 (beschäftigt mit Lui[antik], Mens Health, Grundgesetz der
Bundesrepublik Deutschland in der Fassung vom ... [kommt datten in den
Stapel?]): Sassi? Mussma jemand Ablage machen, hier! Horoskop ist
verjährt, Tittenmagazine hamm Kaffeeflecken, keine Ordnung im
Papierkram ...
Sassi: Bist du sicher, dass das Kaffeeflecken sind?
1: Siehst du? Das meine ich!
Montag, 28. März 2011
Blondes Wunderpotenzial
Sassi reißt den Beutel mit frischen Bohnen auf. Arabica. H-mmm, das duftet. Ganz anders als der beflissene blonde Mann neben ihr im Spanischkurs, den sie Miraculi nennen - er riecht nach Kernseife. Der hat eine Formel im Computer entwickelt, die die Zukunft voraussagen soll. Man munkelt, die Zukunft in Form von Zahlen, genauer Zahlen auf Tippscheinen. Das Programm stünde bei 60% Wahrscheinlichkeit. Wie auch immer, wenn gemunkelt wird, werden die Menschen so unpräzise in ihren Aussagen. Jedenfalls reiche ihm das nicht, er wolle mindestens 80% erreichen. Reichen, reich. Reich werden, soll sein Personal-Coach, eine Frau, gesagt haben, das würde er sicher damit. Er solle nicht aufgeben und sich weiter mit Stochastik befassen. Da stecke sein Potenzial. Ein guter Rat, eigentlich, aber so wie der Munkler das erzählt hat, könnte sich der Eindruck festigen, er nehme beide nicht ernst. Ernst nehmen, genau, die Coacherin soll gar gesagt haben, also, eine Art Heiratsantrag. Na, mir wird es reichen im nächsten Urlaub in Barcelona in einer Bodega ein Cerveza bestellten zu können, ohne gleich als bleichgesichtige Allemannin aufzufallen. Sassis Blick fällt auf ihre Abrechnung und dann auf die beiden Gäste. S: Seid ihr eigentlich verheiratet? - S: Was haltet ihr von Glücksspiel?
Donnerstag, 24. März 2011
Privilegiert
1: Musste übrigens gestern den Rolls verkaufen.
2: Rumdas?
1: Sonst hätten wir uns die Putze nicht weiter leisten können.
2: Hatt!
1: Aber echt! Wüsste nicht, wie ich das Penthouse und den Bungalow klar
Schiff halten sollte, außerdem kümmert die sich im Sommer um den Pool
und gießt die peruanische Kakteensammlung, wenn wir in der Finca sind.
War ein harter Schnitt. Aston-Martin ist echt kein Auto zum Shoppen.
2: Parkt sich schlecht ein.
1: Das auch. Schlechte Convenience - Performance.
2: Meinst das Look and Feel?
1: Nö, eher Raumangebot. Golfcase drin, kannst du deiner Frau nicht maln
Collier besorgen. Kein Platz für. Und du weißt doch, wie die
Südamerikaladys sind! Ständig wollen die betüddelt werden. Kettchen,
Schuhe, Diamantohrringe ...
2: Ham noch Ansprüche, kosten Geld, die Hühner.
1: Der Aston-Martin hat nicht mal ne Anhängerkupplung! Mal ganz ab
davon! Und wenn, dann könntest du damit eh die Yacht nicht ziehen.
2: Straight im Wind, das braucht ein Mann manchmal, so gerade raus auf
See und alles vergessen ...
1: App-so-lut! ... mich deprimieren die öden Aufsichtsratssitzungen, die
Bittsteller, der ganze Finanzzirkus, Steuerprofis, jeden Donnerstag muss
man seine Aktienpakete neu disponieren, auf See ist ein Mann noch ein
Mann – und außerdem klaut sie. Ich meine, nicht meine Frau, die ..ehm..
Mist, ich vergesse immer den verdammten Namen! Nein: die Putze. Da muss
man mal raus aus dem ganzen.
2: Rahnok achtern gefiert und straight ahead ...
1: ... und dann, zack, platzt die Blase und mir wird bewußt, dass ich
überhaupt gar keine Yacht habe ... keine Putze, keinen Pool, keinen
Bungalow.
2: Aber das heißt auch: Du musstest den Rolls gestern gar nicht
verkaufen. Sieh es mal so!
2: Rumdas?
1: Sonst hätten wir uns die Putze nicht weiter leisten können.
2: Hatt!
1: Aber echt! Wüsste nicht, wie ich das Penthouse und den Bungalow klar
Schiff halten sollte, außerdem kümmert die sich im Sommer um den Pool
und gießt die peruanische Kakteensammlung, wenn wir in der Finca sind.
War ein harter Schnitt. Aston-Martin ist echt kein Auto zum Shoppen.
2: Parkt sich schlecht ein.
1: Das auch. Schlechte Convenience - Performance.
2: Meinst das Look and Feel?
1: Nö, eher Raumangebot. Golfcase drin, kannst du deiner Frau nicht maln
Collier besorgen. Kein Platz für. Und du weißt doch, wie die
Südamerikaladys sind! Ständig wollen die betüddelt werden. Kettchen,
Schuhe, Diamantohrringe ...
2: Ham noch Ansprüche, kosten Geld, die Hühner.
1: Der Aston-Martin hat nicht mal ne Anhängerkupplung! Mal ganz ab
davon! Und wenn, dann könntest du damit eh die Yacht nicht ziehen.
2: Straight im Wind, das braucht ein Mann manchmal, so gerade raus auf
See und alles vergessen ...
1: App-so-lut! ... mich deprimieren die öden Aufsichtsratssitzungen, die
Bittsteller, der ganze Finanzzirkus, Steuerprofis, jeden Donnerstag muss
man seine Aktienpakete neu disponieren, auf See ist ein Mann noch ein
Mann – und außerdem klaut sie. Ich meine, nicht meine Frau, die ..ehm..
Mist, ich vergesse immer den verdammten Namen! Nein: die Putze. Da muss
man mal raus aus dem ganzen.
2: Rahnok achtern gefiert und straight ahead ...
1: ... und dann, zack, platzt die Blase und mir wird bewußt, dass ich
überhaupt gar keine Yacht habe ... keine Putze, keinen Pool, keinen
Bungalow.
2: Aber das heißt auch: Du musstest den Rolls gestern gar nicht
verkaufen. Sieh es mal so!
Donnerstag, 17. März 2011
Es gibt also doch so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit
1: Mann-o-Mann
2: Wasn los?
1: Ganzen Tach gerackert, weil ich dachte, morgen wär der Freitag ...
2: Morgen IST Freitag.
1: Aber nicht DER Freitag.
2: Welcher Freitag?
1: Wo wir die Entwürfe vorlegen müssen.
2: Ach, DER Freitag!
1: Naja, sind sie wenigstens fertig.
2: Kann der Freitag ja kommen ...
1: Yepp. -- Sassi! Haste Wei-10-Bearda?
Sassi: Danke der Nachfrage!
1 (sinniert): Danke Ja oder Danke Nein?
2: Mach 2-10-Beardraus!
1 (hält zwei Finger in die Luft)
Sassi: Windstärke?
1: 2
2: Hatte ich übrigens auch mal.
1: Was?
2: Das Gefühl, es wär so ein Freitag ...
1: Und? Gerackert wie blöde?
2: Nö, ich verlier' da nicht so ... ehm ... also eher der geschmeidige
Typ. Man muss auch mal ... alles ruhiger angehen und so ... durchatmen
1: Kuhl, muss man dir lassen!
2: ... hatte mich allerdings nicht geirrt, es WAR so ein Freitag, und
ich hatte nix am Lappen den Tach.
1: Upps! Und dann?
2: Kunde verloren.
1: Sch-ieht!
...
2: War eh ne Pfeife. In Dauerinsolvenz.
1: Gibt zwei Sorten von Freitagen.
2: Emm?
1: Die, in denen man sich irrt, und die anderen ...
2: ... an denen man verarscht wird.
Sassi: Wo wir schon mal dabei sind, Jungs ...
1: Jjjja?
Sassi: Gibt auch zwei Sorten von Weizenbier.
2: Das stimmt. So halbwegs.
Sassi: Das, das nicht da ist und das andere, das nicht schmeckt.
1: Hab ich's nicht gerade gesagt?
2: Du bist ein weiser Mann. Ein weiser Mann.
Sassi: Also? Welches jetzt?
2: Ein weiser Mann.
1 (zu Sassi): Weiser Mann sagen: Besser Bier trinken nicht schmeckt, als schmecken, dass nix trinken.
Sassi: Weiser Mann reden Blödsinn Donnerstag.
1: Recht hat sie.
Sassi: Immerhin weiser Mann jetzt wissen, nix Freitag. Weise Frau wissen schon Donnerstag, nix sein Freitag.
2: Und weise Frau Freitag erst wissen, dass Donnerstag kein Bier in Kühlschrank.
Sassi: Und weise Frau weise Mann zeigen, wo dicke, rote Backe, wenn schlagen einmal kräftig zu.
1: Weise Mann jetzt wissen, zweite Sorte Bier besser schmecken.
Sassi: dann weise Frau noch vor Freitag holen.
2: Andererseits ...
1: Ja?
2: Kann man sich ein gut schmeckendes Bier, das nicht da ist, auch nicht versehentlich über die Hose schütten.
1: Da spricht der Optimist.
Sassi: Aber echt!
2: Wasn los?
1: Ganzen Tach gerackert, weil ich dachte, morgen wär der Freitag ...
2: Morgen IST Freitag.
1: Aber nicht DER Freitag.
2: Welcher Freitag?
1: Wo wir die Entwürfe vorlegen müssen.
2: Ach, DER Freitag!
1: Naja, sind sie wenigstens fertig.
2: Kann der Freitag ja kommen ...
1: Yepp. -- Sassi! Haste Wei-10-Bearda?
Sassi: Danke der Nachfrage!
1 (sinniert): Danke Ja oder Danke Nein?
2: Mach 2-10-Beardraus!
1 (hält zwei Finger in die Luft)
Sassi: Windstärke?
1: 2
2: Hatte ich übrigens auch mal.
1: Was?
2: Das Gefühl, es wär so ein Freitag ...
1: Und? Gerackert wie blöde?
2: Nö, ich verlier' da nicht so ... ehm ... also eher der geschmeidige
Typ. Man muss auch mal ... alles ruhiger angehen und so ... durchatmen
1: Kuhl, muss man dir lassen!
2: ... hatte mich allerdings nicht geirrt, es WAR so ein Freitag, und
ich hatte nix am Lappen den Tach.
1: Upps! Und dann?
2: Kunde verloren.
1: Sch-ieht!
...
2: War eh ne Pfeife. In Dauerinsolvenz.
1: Gibt zwei Sorten von Freitagen.
2: Emm?
1: Die, in denen man sich irrt, und die anderen ...
2: ... an denen man verarscht wird.
Sassi: Wo wir schon mal dabei sind, Jungs ...
1: Jjjja?
Sassi: Gibt auch zwei Sorten von Weizenbier.
2: Das stimmt. So halbwegs.
Sassi: Das, das nicht da ist und das andere, das nicht schmeckt.
1: Hab ich's nicht gerade gesagt?
2: Du bist ein weiser Mann. Ein weiser Mann.
Sassi: Also? Welches jetzt?
2: Ein weiser Mann.
1 (zu Sassi): Weiser Mann sagen: Besser Bier trinken nicht schmeckt, als schmecken, dass nix trinken.
Sassi: Weiser Mann reden Blödsinn Donnerstag.
1: Recht hat sie.
Sassi: Immerhin weiser Mann jetzt wissen, nix Freitag. Weise Frau wissen schon Donnerstag, nix sein Freitag.
2: Und weise Frau Freitag erst wissen, dass Donnerstag kein Bier in Kühlschrank.
Sassi: Und weise Frau weise Mann zeigen, wo dicke, rote Backe, wenn schlagen einmal kräftig zu.
1: Weise Mann jetzt wissen, zweite Sorte Bier besser schmecken.
Sassi: dann weise Frau noch vor Freitag holen.
2: Andererseits ...
1: Ja?
2: Kann man sich ein gut schmeckendes Bier, das nicht da ist, auch nicht versehentlich über die Hose schütten.
1: Da spricht der Optimist.
Sassi: Aber echt!
Dienstag, 15. März 2011
Ein Quell guter Laune
Das Klarspülwasser wird heiß, die Milchkanne beschlägt. Sassis Wangen auch. Oh, Mann und dann der Ronny gestern, in der Sprachenschule, gebürtig in Gera, spricht einen Akzent, also schon Deutsch, ganz so als wolle sich in seinem Mund eine Schlange selbst erwürgen. Eine leichte Verzögerung der Vokale in der dritten Silbe kommt hinzu. Kanner nix für - geht wohl nicht anders. Zudem hat er nur miesepetrige Geschichten auf Lager, alles ist immer irgendwie umsonst, es gibt keine Chancen, alles ist schlecht. Ein Quell guter Laune. Dann seine Geschichte: Als Kind vom Apfelbaum gestürzt, auf eine Harke, mit den Lendenwirbeln, Koma, Rollstuhl, Sprechen lernen, heute noch beeinträchtigt. Behinderung, die er im Vorstellungsgespräch verschweigt. Kündigungen folgen auf Kündigungen. Anerkennung auf 50% + Schwerbehinderung hat er nicht bekommen, nächste Kündigung, weil die Firma ihn als Schwerbehinderten wollte und nicht nur als Behinderten. Der Quell an guter Stimmung hat wohl seinen Grund für den Gesichtsausdruck, als habe er 40 Jahre in einem Bunker im Krisengebiet gehockt. Mit dem Spanischkurs sieht er seine Chance: Fremdsprachenkorrespondent im Homeoffice.
Draußen sind es heute 16 Grad. Drinnen alles beschlagen. Einer hustet. Sassi wischt sich mit dem Handrücken eine Strähne aus der Stirn: Jemand was dagegen, wenn ich die Tür eine Weile offen lasse?
Draußen sind es heute 16 Grad. Drinnen alles beschlagen. Einer hustet. Sassi wischt sich mit dem Handrücken eine Strähne aus der Stirn: Jemand was dagegen, wenn ich die Tür eine Weile offen lasse?
Unser aller Ende
1 (hustet)
2 (saugt an der Zigarre)
1 (hustet)
2 (saugt an der Zigarre): Alles klar da drüben?
1: App-so-lut! (hustet)
2: Wirklich A-L-L-E-S klar?
1: Musste grad an unser aller Ende denken.
2: Ah, Japan! Schrecklich ..
1: Das auch.
2: Wasn noch?
1: Bin letztes Jahr zufällig der Gewerkschaft beigetreten.
2: Haben viele gemacht, wegen der Tankgutscheine, die es gratis gibt.
1: Nö, bei mir wars Blödheit. Hab son Formular von denen mit nem
Rücksendeschein von amazon verwechselt, schon war ich drin.
2: Echt, und jetzt?
1: Bin ich Metaller oder wars Verdi? Keine Ahnung. Verdi ist ne tolle
Gewerkschaft. Da sind die Schriftsteller mit den Friseuren und
Bahnschaffnern zusammen gepfercht ..
2: (raucht)
1: (hustet)
2: Meisten lesen ja beim Friseur oder inner Bahn, passt also.
1 (hustet): App-so-lut! Seit ich in der Gewerkschaft bin, denke ich über
das Sterben nach.
2: Liegt auch nahe. Lesen, Friseur, Bahn, Sterben - (zögerlich
nachdenkend) chja. M, vlleicht auch nicht.
1: Es ist nur ... (hustet) ... das einzige neben dem Abbuchen der
Mitgliedsbeiträge in ganz absurden Beträgen 27,22 oder so ...
2: Wahrscheinlich rechnen die intern noch in DM
1: Ja (hustet) ... also das einzige, was man von denen hört, ist
regelmäßig eine Briefpost, in der sie mir eine ... (hustet)
2: Ja?
1: ... Gruppensterbeversicherung anbieten.
2: Hahaha! (hustet)
1: Siehst du?
2: (hustet)
1: Möchte wissen, was das überhaupt ist. Versicherung für Menschen, die
in Gruppen sterben??
2: Gewerkschaftlich organisiertes Sterben sozusagen.
1: (hustet) app-so-lut!
2 (saugt an der Zigarre)
1 (hustet)
2 (saugt an der Zigarre): Alles klar da drüben?
1: App-so-lut! (hustet)
2: Wirklich A-L-L-E-S klar?
1: Musste grad an unser aller Ende denken.
2: Ah, Japan! Schrecklich ..
1: Das auch.
2: Wasn noch?
1: Bin letztes Jahr zufällig der Gewerkschaft beigetreten.
2: Haben viele gemacht, wegen der Tankgutscheine, die es gratis gibt.
1: Nö, bei mir wars Blödheit. Hab son Formular von denen mit nem
Rücksendeschein von amazon verwechselt, schon war ich drin.
2: Echt, und jetzt?
1: Bin ich Metaller oder wars Verdi? Keine Ahnung. Verdi ist ne tolle
Gewerkschaft. Da sind die Schriftsteller mit den Friseuren und
Bahnschaffnern zusammen gepfercht ..
2: (raucht)
1: (hustet)
2: Meisten lesen ja beim Friseur oder inner Bahn, passt also.
1 (hustet): App-so-lut! Seit ich in der Gewerkschaft bin, denke ich über
das Sterben nach.
2: Liegt auch nahe. Lesen, Friseur, Bahn, Sterben - (zögerlich
nachdenkend) chja. M, vlleicht auch nicht.
1: Es ist nur ... (hustet) ... das einzige neben dem Abbuchen der
Mitgliedsbeiträge in ganz absurden Beträgen 27,22 oder so ...
2: Wahrscheinlich rechnen die intern noch in DM
1: Ja (hustet) ... also das einzige, was man von denen hört, ist
regelmäßig eine Briefpost, in der sie mir eine ... (hustet)
2: Ja?
1: ... Gruppensterbeversicherung anbieten.
2: Hahaha! (hustet)
1: Siehst du?
2: (hustet)
1: Möchte wissen, was das überhaupt ist. Versicherung für Menschen, die
in Gruppen sterben??
2: Gewerkschaftlich organisiertes Sterben sozusagen.
1: (hustet) app-so-lut!
Mittwoch, 9. März 2011
Weltfrauentag
1 (hält sich eine Zigarre quer unter die Nase): Dachte immer, Bock y Ca.
hieße Bock und Compañera.
2: Meinstn damit?
1: Dasses n echter Frauenstumpen wär. Mit viel Liebe von der rassigen
Witwe eines vergifteten Kolonialistenarschlochs und ihres neuen
Geliebten Bock (und Freundin) von ausgewählten Tabakpflanzen ...
2: ... auf nackten Jungfrauenschenkeln gerollt, hab ich schon mal
irgendwo gehört den Schnack. Ziemlich peinlige, du!
1: Gustavo Bock, naja, wieder eine Illusion futsch.
2: Und das am Weltfrauentag!
1: Ein Desaster.
2: Früher ...
1: Ja?
2: Gab's ja den Weltspartag. Da kriegte man so Schweine aus Porzellan
auf der Bank.
1: Eigentlich gar kein schlechtes Konzept.
2: Merkt man sich jedenfalls.
1: Das kannste aber sagen.
2 (selten konsternierter Blick): He? Habbich hier was ...? (dreht den
Kopf zur Sassi, wieder zurück, den Paralaxen seines Gesprächspartners
folgend, hin - her)
1: Ich meine, wenn die Bank am Weltspartag Schweinchen verschenkt,
dann ... Sassi!?
Sassi: Ja?
1: Sassi, rauchst du eigentlich?
Sassi: Lass mal! Ist nicht so mein Ding.
2: Kein Schwein.
1: Echt, kein Schwein.
hieße Bock und Compañera.
2: Meinstn damit?
1: Dasses n echter Frauenstumpen wär. Mit viel Liebe von der rassigen
Witwe eines vergifteten Kolonialistenarschlochs und ihres neuen
Geliebten Bock (und Freundin) von ausgewählten Tabakpflanzen ...
2: ... auf nackten Jungfrauenschenkeln gerollt, hab ich schon mal
irgendwo gehört den Schnack. Ziemlich peinlige, du!
1: Gustavo Bock, naja, wieder eine Illusion futsch.
2: Und das am Weltfrauentag!
1: Ein Desaster.
2: Früher ...
1: Ja?
2: Gab's ja den Weltspartag. Da kriegte man so Schweine aus Porzellan
auf der Bank.
1: Eigentlich gar kein schlechtes Konzept.
2: Merkt man sich jedenfalls.
1: Das kannste aber sagen.
2 (selten konsternierter Blick): He? Habbich hier was ...? (dreht den
Kopf zur Sassi, wieder zurück, den Paralaxen seines Gesprächspartners
folgend, hin - her)
1: Ich meine, wenn die Bank am Weltspartag Schweinchen verschenkt,
dann ... Sassi!?
Sassi: Ja?
1: Sassi, rauchst du eigentlich?
Sassi: Lass mal! Ist nicht so mein Ding.
2: Kein Schwein.
1: Echt, kein Schwein.
Dienstag, 8. März 2011
Gen-au
Sassi schlägt am Weltfrauentag das Magazin zu und macht sich an der Kaffeemaschine zu schaffen. Es gibt etwas mehr Männer als Frauen auf der Welt. Auf 100 neugeborene Mädchen kommen 107 neugeborene Jungs. Kein Grund zum weiblichen Aufatmen in Sachen "mehr Auswahl", denn in Bevölkerungen, die langsam aber stetig vergreisen, so wie in Europa, ändert sich das Verhältnis, da Frauen länger leben als Männer - im Durchschnitt.
Wenn Frau also dann älter ist, hat sie statistisch gesehen weniger Auswahl in ihrer Altersgruppe ... was ja im Grunde genommen, immer noch kein wirkliches Problem ist, denkt Sassi und blickt in den Gastraum. Sie stellt zwei Latte vor die beiden Stammgäste und lächelt: Geht auf's Haus, Jungs.
Wenn Frau also dann älter ist, hat sie statistisch gesehen weniger Auswahl in ihrer Altersgruppe ... was ja im Grunde genommen, immer noch kein wirkliches Problem ist, denkt Sassi und blickt in den Gastraum. Sie stellt zwei Latte vor die beiden Stammgäste und lächelt: Geht auf's Haus, Jungs.
Ob jemand ...
1: Ob jemand Cop wird oder Krimineller, wird auch von den Genen
beeinflußt.
2: Aha!
1 (legt die Zeitung weg): Ob jemand zum Alkoholiker wird oder nur
Analphabet, hängt mit den Genen zusammen.
2: Da war doch mal ...
1: Ob ich rauche oder mir noch einen Kaffee bestelle, regeln die Gene.
2: ... '42, glaube ich ...
1: Nur der Affe unterscheidet sich genetisch weniger vom Menschen als
der Bankier vom Heckenpisser. Ob du rechtsdrehend kacken gehst, ist in
verschlüsselter Form in der DNA gespeichert.
2: Hulala! Doch, das muss so '42 rum gewesen sein.
1: Genetische Voruntersuchung für die Krankenkasse. Der Dicke ist nur
genetisch dick. Rein körperlich ist da nix. Und die dreizehnte
Currywurst vorm Mittagessen ist genetisch bedingt. Schwere Knochen,
hätte man früher gesagt. Das unerklärliche Phänomen der mitochondral
geleerten Pralinenschachtel. Der Bierbauch ein Erbgutfaktor, Temposünden
als Mangel an Basenpaaren ...
2: Eugenik, jetzt hab ichs!
1: Ich finde, sie sollen das scheußliche Wort mit den drei Buchstaben
für die nächsten zehn Jahre verbieten. Wer Gen sagt oder genetisch,
sollte ...
2: Seltsam, oder? Dass es seit einigen Jahren - eigentlich schon seit
der Wiedervereinigung - kaum noch Hakenkreuzschmierereien gibt!
1: Ist wahrscheinlich genetisch bedingt.
beeinflußt.
2: Aha!
1 (legt die Zeitung weg): Ob jemand zum Alkoholiker wird oder nur
Analphabet, hängt mit den Genen zusammen.
2: Da war doch mal ...
1: Ob ich rauche oder mir noch einen Kaffee bestelle, regeln die Gene.
2: ... '42, glaube ich ...
1: Nur der Affe unterscheidet sich genetisch weniger vom Menschen als
der Bankier vom Heckenpisser. Ob du rechtsdrehend kacken gehst, ist in
verschlüsselter Form in der DNA gespeichert.
2: Hulala! Doch, das muss so '42 rum gewesen sein.
1: Genetische Voruntersuchung für die Krankenkasse. Der Dicke ist nur
genetisch dick. Rein körperlich ist da nix. Und die dreizehnte
Currywurst vorm Mittagessen ist genetisch bedingt. Schwere Knochen,
hätte man früher gesagt. Das unerklärliche Phänomen der mitochondral
geleerten Pralinenschachtel. Der Bierbauch ein Erbgutfaktor, Temposünden
als Mangel an Basenpaaren ...
2: Eugenik, jetzt hab ichs!
1: Ich finde, sie sollen das scheußliche Wort mit den drei Buchstaben
für die nächsten zehn Jahre verbieten. Wer Gen sagt oder genetisch,
sollte ...
2: Seltsam, oder? Dass es seit einigen Jahren - eigentlich schon seit
der Wiedervereinigung - kaum noch Hakenkreuzschmierereien gibt!
1: Ist wahrscheinlich genetisch bedingt.
Donnerstag, 3. März 2011
Sicherheitsfragen
1 (zündelt an seiner Bock y Ca): Gestern Bericht gesehen. TÜV prüft
Faschingskostüme.
2: Prüft was?
1: Faschingskostüme.
2 (greift ebenfalls zur Zigarre): Am Körper oder standalone? Ich meine,
die Prüfung ...
1: Standalone. (feuert am Stumpen herum, der entflammt, aber glimmt
nicht) Entflammung durch Gasbrenner. Nach sonundsoviel Sekunden steht
das Teil in Brand.
2: Und da messen sie dann was? Wie lange die Fetzen standhalten? Ob sie
schmurgeln oder schmelzen? Was messen die denn da?
1: Wirst du nicht glauben. (Endlich Zug in die Bock gebracht): sie
messen den Schadstoffgehalt bei der Verbrennung.
2: Schadstoff!? Also, ob die abfackeln, ist egal, nur die Kostümchen
dürfen dabei nicht stinken?
1: So ähnlich. Wär ja schädlich für die Umwelt, wenn mal so eine
Karnevalsgesellschaft im Feuer umkommt, und die Kostüme entwickeln
Dioxin beim Brand.
2: Oder Stickoxide.
1: Feinstaub!
2: CO-2
1 (nimmt einen kräftigen Zug): könnt man nicht mehr ruhig schlafen. Ich
frag mich nur ...
2: Ja?
1: Wo bringen die bei so einem Hemdchen ihr TÜV-Siegel an?
2: Abgassondertestplakette, EU-Zertifikat, DIN-Schild, Waschzettel,
Inhaltsdeklaration, Warnhinweisetikett ...
1: Scheise, du, das wird ein echt trauriger Karneval ..
Faschingskostüme.
2: Prüft was?
1: Faschingskostüme.
2 (greift ebenfalls zur Zigarre): Am Körper oder standalone? Ich meine,
die Prüfung ...
1: Standalone. (feuert am Stumpen herum, der entflammt, aber glimmt
nicht) Entflammung durch Gasbrenner. Nach sonundsoviel Sekunden steht
das Teil in Brand.
2: Und da messen sie dann was? Wie lange die Fetzen standhalten? Ob sie
schmurgeln oder schmelzen? Was messen die denn da?
1: Wirst du nicht glauben. (Endlich Zug in die Bock gebracht): sie
messen den Schadstoffgehalt bei der Verbrennung.
2: Schadstoff!? Also, ob die abfackeln, ist egal, nur die Kostümchen
dürfen dabei nicht stinken?
1: So ähnlich. Wär ja schädlich für die Umwelt, wenn mal so eine
Karnevalsgesellschaft im Feuer umkommt, und die Kostüme entwickeln
Dioxin beim Brand.
2: Oder Stickoxide.
1: Feinstaub!
2: CO-2
1 (nimmt einen kräftigen Zug): könnt man nicht mehr ruhig schlafen. Ich
frag mich nur ...
2: Ja?
1: Wo bringen die bei so einem Hemdchen ihr TÜV-Siegel an?
2: Abgassondertestplakette, EU-Zertifikat, DIN-Schild, Waschzettel,
Inhaltsdeklaration, Warnhinweisetikett ...
1: Scheise, du, das wird ein echt trauriger Karneval ..
Mittwoch, 23. Februar 2011
Einfach abhaken
Ist das nun der Ruf nach Mathenachhilfe ... das Telefonat will Sassi nicht aus dem Kopf, während sie Zitronen in Scheibchen schneidet.
"5 hab ich überwiesen, 6 Monate vor Ablauf der Frist, wir sind dann strack", mit einem Strahlen auf dem Gesicht, Freude und Befreiung im Herzen.
"Wie, dacht es seien noch 9."
"Nee, ich hab doch bei den letzten Raten schon mehr beglichen, als verabredet. Deshalb sind es, es waren, nur noch 5", stirnrunzeln. Das Zitronenaroma wirkt.
"Aha, sicher? - Danke. Hab gehört, dein Auto macht Probleme. Also, wenns hart kommt, kann ich dir die eben gezahlten 4 ja erst noch mal zurückgeben."
"Ehm ... danke, nein, nicht nötig, ich will das vom Hals haben ..."
"Ja, dann."
"Ja, dann ...", gut, dass das alles der Vergangenheit angehört. Sie schnippt die Kerne aus den Scheibchen. Einfach abhaken, auch oder besonders wenn sich einer verrechnet hat.
"5 hab ich überwiesen, 6 Monate vor Ablauf der Frist, wir sind dann strack", mit einem Strahlen auf dem Gesicht, Freude und Befreiung im Herzen.
"Wie, dacht es seien noch 9."
"Nee, ich hab doch bei den letzten Raten schon mehr beglichen, als verabredet. Deshalb sind es, es waren, nur noch 5", stirnrunzeln. Das Zitronenaroma wirkt.
"Aha, sicher? - Danke. Hab gehört, dein Auto macht Probleme. Also, wenns hart kommt, kann ich dir die eben gezahlten 4 ja erst noch mal zurückgeben."
"Ehm ... danke, nein, nicht nötig, ich will das vom Hals haben ..."
"Ja, dann."
"Ja, dann ...", gut, dass das alles der Vergangenheit angehört. Sie schnippt die Kerne aus den Scheibchen. Einfach abhaken, auch oder besonders wenn sich einer verrechnet hat.
Dienstag, 22. Februar 2011
Die großen Fragen des Lebens
1. Samstag Promigirls über One-Night-Stands philosophieren hören ...
2. Ooops, dasses das Wort noch gibt! One-Night-Stand, ewig nicht gehört.
Klingt wie dieser Filmtitel, wo die eine mit dem Winkelschleifer tanzen
geht ...
1. Ja, und Sonntach Snooker Higgins-Maguire.
2. Higgins, Maguire - beides Sympathen.
1. Und wie!
2. Und die Fastfood-Girlies?
1. Lange Latte von Klischees wie Catfight-Schlammcatchen hintereinander
geklatscht, Lara Croft battles Tank Girl: wer hat den besten,
schnellsten Instantsex? So Sprüche wie: bevor die Müllabfuhr kommt,
sollte er weg sein.
2. Ah. Flashdance, jetzt fällt's mir ein! Gott, was'n Scheissfilm!
1. Schätze, mit diesen Vorstellung da kommt frau alle drei Weihnachten
mal mitm Milchmann in die Kiste.
2. Eher mit der Whiskeypulle.
1. Möchte wissen, wie Sassi das handhabt.
2. Whiskey, Imbissbudensex oder Snooker?
1. Hemm (beide blicken sich nach Sassi um) - man weiß ja nicht mal, ob
sie überhaupt trinkt.
2. Ooops, dasses das Wort noch gibt! One-Night-Stand, ewig nicht gehört.
Klingt wie dieser Filmtitel, wo die eine mit dem Winkelschleifer tanzen
geht ...
1. Ja, und Sonntach Snooker Higgins-Maguire.
2. Higgins, Maguire - beides Sympathen.
1. Und wie!
2. Und die Fastfood-Girlies?
1. Lange Latte von Klischees wie Catfight-Schlammcatchen hintereinander
geklatscht, Lara Croft battles Tank Girl: wer hat den besten,
schnellsten Instantsex? So Sprüche wie: bevor die Müllabfuhr kommt,
sollte er weg sein.
2. Ah. Flashdance, jetzt fällt's mir ein! Gott, was'n Scheissfilm!
1. Schätze, mit diesen Vorstellung da kommt frau alle drei Weihnachten
mal mitm Milchmann in die Kiste.
2. Eher mit der Whiskeypulle.
1. Möchte wissen, wie Sassi das handhabt.
2. Whiskey, Imbissbudensex oder Snooker?
1. Hemm (beide blicken sich nach Sassi um) - man weiß ja nicht mal, ob
sie überhaupt trinkt.
Sonntag, 20. Februar 2011
Ungenießbar, relativ
Sassi müht sich. Milchschaum schäumt nicht. Irgendwas ist hier faul, sauer oder zu viel Feuchtigkeit. Alles noch mal von vorn. Ob es hier für den Koch Verwendung gibt?, denkt sie an ihren Nachbarn. Ach ja, ... der Koch, den haben se zum zweiten Mal durch die Prüfung rauschen lassen. Trotz dass der Intrigant nicht im Ausschuss saß, aber mitgemischt haben soll. Verschwörung. Sein Essen sei ungenießbar gewesen. Stimmt nicht, sagt er, war völlig okay. Der Milchschaum will immer noch nicht so recht stehen. Tja, und dann: Er sei auf ein neues Medikament eingestellt worden, das mache ihn noch müde, aber er sei mit seiner Zeit prima hingekommen. Fragt sich: Welches Medikament? Und der Intrigant, ja, kann ja sein, dass er die Macht hat. Und überhaupt, über Rosmarinkartoffeln lässt sich nicht streiten. Ungenießbar, gar net wahr - also, da muss man schon was gewaltiges verbockt haben - nee, das kann nicht sein ... sie will den Schaumversuch gerade wegkippen.
1. Noch einen Milchkaffee, Sassi. Bitte.
Oben am Rand des Topfes, da ist er relativ konsistent ... wenn sie das irgendwie halbwegs ...
S. Kommt sofort.
1. Noch einen Milchkaffee, Sassi. Bitte.
Oben am Rand des Topfes, da ist er relativ konsistent ... wenn sie das irgendwie halbwegs ...
S. Kommt sofort.
Eine Frage der Konstanz
1. Heute morgen am Humidor gegen den Hygrometer geklopft: schlappe 52%.
2. Also, wenn ich so nach draußen sehe, hamwer in freier Wildbahn gute
90.
1. App-solut!
2. Eher relativ.
1. Das ist ne Frage vom Standpunkt.
2. Mein Reden ...!
1. Glaube, ich nenne das Ding ab sofort Sekidor, der trocknet ja.
2. DAS ist ne Frage der Konstanz.
1. App-solut!
2. Also, wenn ich so nach draußen sehe, hamwer in freier Wildbahn gute
90.
1. App-solut!
2. Eher relativ.
1. Das ist ne Frage vom Standpunkt.
2. Mein Reden ...!
1. Glaube, ich nenne das Ding ab sofort Sekidor, der trocknet ja.
2. DAS ist ne Frage der Konstanz.
1. App-solut!
Freitag, 18. Februar 2011
TÜV issjaauchnicht gleich TÜV
Vielleicht ist das auch alles eine Frage der richtigen Garderobe. Was Frau nicht ins Auto steckt, kann sie in Overknees stecken, Platz genug wäre ja, dazu einen netten Rock und eine wenig Zeit fürs Üben des Minenspiels - der Aufwand und das Geld wäre vielleicht besser investiert, als in eine Kennzeichenbeleuchtung ... mal so unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet.
Donnerstag, 17. Februar 2011
Mittwoch, 16. Februar 2011
Valentinstag
1. Kommst du denn jetzt her?
2. Nacht über gearbeitet.
1. Am Ratt geschraubt? Wär ich gern dabei gewesen ...
2. Sassis Karre. --- wo bleibt die denn? Brauche jetzt nen Kaffee, aber
echt.
1. Wasn damit? Ich meine, mit ihrem Cabrio.
2. Alter Peugeot, voll der Klassiker, Karosserie vom Pininfarina,
Sportfahrwerk, Textilpersenning, ein Cremetörtchen, sag ich dir, aber
total verlottert. Kennscht ja die Frau!
1. Ja, die kenn ich. Auto auch. Wollte mal da mit fahren, stand das
Wasser drin. Sitz voll mit Gerümpel, hinten auch, alles klappert,
Spiegel fällt runter, wenn man hustet. Legt sie eine Zeitung auf den
Sitz und sagt, der wär nass. Sag ich, muss man das Dach flicken, sagt
sie, sie hätte ja die Plastikgarage. Sag ich, warum ist es dann nass?
Sagt sie: Weils regnet.
2. (Verschluckt sich an seiner Zigarre) ... ja, das issie, die Sassi. Wo
bleibt die denn? Telefoniert die?
1. Was hastn an der Schüssel geschräubt, mei Liaba?
2. Verteiler ist kaggö. Son alter Finger. Ständig nass, da ist so ein
Plastikbeutel drumgewickelt, trotzdem kommt Wasser dran. Da hat sie
ständig Ruckler. Den hab ich mal ausgebaut. Jetzt mach ich den sauber,
morgen kommt der wieder rein.
1. Jessas, wie sich die Zeiten ändern!
2. WAS is?
1. Ich kenne das gar nicht, dass die Sassi was an ihrem Auto machen
lässt, sei denn, die Karre verreckt ihr im Berufsverkehr mitten im
Stadtzentrum auf ner Kreuzung zwischen tausend gewalttätigen Pendlern.
2. Die weiß doch nix davon. --- Und ich bräuchte jetzt echt mal ne
kleine flüssige Belohnung.
1. Braucht die denn ihr Auto nicht?
2. Samstag hat sie gesagt, die brauchts die ganze Woche nicht. Das ist
die Gelegenheit. Valentinstag, kann man ja mal tief in die Kiste
greifen ...
1. Ein Romantiker!!
2. Nö, habs nur satt, sie jeden Abend an zu schieben.
2. Nacht über gearbeitet.
1. Am Ratt geschraubt? Wär ich gern dabei gewesen ...
2. Sassis Karre. --- wo bleibt die denn? Brauche jetzt nen Kaffee, aber
echt.
1. Wasn damit? Ich meine, mit ihrem Cabrio.
2. Alter Peugeot, voll der Klassiker, Karosserie vom Pininfarina,
Sportfahrwerk, Textilpersenning, ein Cremetörtchen, sag ich dir, aber
total verlottert. Kennscht ja die Frau!
1. Ja, die kenn ich. Auto auch. Wollte mal da mit fahren, stand das
Wasser drin. Sitz voll mit Gerümpel, hinten auch, alles klappert,
Spiegel fällt runter, wenn man hustet. Legt sie eine Zeitung auf den
Sitz und sagt, der wär nass. Sag ich, muss man das Dach flicken, sagt
sie, sie hätte ja die Plastikgarage. Sag ich, warum ist es dann nass?
Sagt sie: Weils regnet.
2. (Verschluckt sich an seiner Zigarre) ... ja, das issie, die Sassi. Wo
bleibt die denn? Telefoniert die?
1. Was hastn an der Schüssel geschräubt, mei Liaba?
2. Verteiler ist kaggö. Son alter Finger. Ständig nass, da ist so ein
Plastikbeutel drumgewickelt, trotzdem kommt Wasser dran. Da hat sie
ständig Ruckler. Den hab ich mal ausgebaut. Jetzt mach ich den sauber,
morgen kommt der wieder rein.
1. Jessas, wie sich die Zeiten ändern!
2. WAS is?
1. Ich kenne das gar nicht, dass die Sassi was an ihrem Auto machen
lässt, sei denn, die Karre verreckt ihr im Berufsverkehr mitten im
Stadtzentrum auf ner Kreuzung zwischen tausend gewalttätigen Pendlern.
2. Die weiß doch nix davon. --- Und ich bräuchte jetzt echt mal ne
kleine flüssige Belohnung.
1. Braucht die denn ihr Auto nicht?
2. Samstag hat sie gesagt, die brauchts die ganze Woche nicht. Das ist
die Gelegenheit. Valentinstag, kann man ja mal tief in die Kiste
greifen ...
1. Ein Romantiker!!
2. Nö, habs nur satt, sie jeden Abend an zu schieben.
Dämmlack
Am Telefon. Sassi.
Ja, ich möchte einen Einbruch melden und einen Diebstahl. Jemand hat mein Auto aufgebrochen. -
Ob was fehlt? Sicher, im Motorraum. Der Verteiler war ab und da drin ist sonst ein Teil und das fehlt. Jetzt springt er nicht mehr an. -
Läufer? Na, wenigstens gut, dass man dafür einen Namen hat, ich begreifs einfach nicht, wie jemand sowas machen kann. Keine Worte - ist wahrscheinlich nicht mal teuer, ging vielleicht nur dadrum mir zu zeigen, dass es geht oder was? Einfach mein Auto lahmlegen. -
Was? Na, für den Preis kriegen Sie bei mir nen Café Latte mit Apfelkuchen. Und dafür begeht jemand ein Verbrechen?! -
Der Wagentyp? Meiner. -
Ja, Fabrikat. Peugeot, Cabrio, wird 20 Jahre alt. Wir sind im 7. Jahr zusammen ohne Stress, immer isser da, wenn ich ihn brauche und er ist so einfach und pflegeleicht. Er sagt mir immer, wenn er mal genug hat, dann spuckt und ruckelt er, dann bekommt er ne Wäsche mit Polierzeuch und dann ist alles wieder gut ... -
Ich heul ja gar nich, dafür gehe ich ja auch in ... und nun ist er kaputt. -
Geringfügiger Schaden? Ich fass es nicht! So ein altes Wägelchen sabotieren! Das iss, als wenn jemand ner alten Oma eins überbrät, nur um ihr die Pfandflaschen aus der Einkaufstasche zu klaun. -
Mir egal. Wenn einer sich an meinem Peugeot vergreift, da fühl ich mich persönlich verletzt. -
Ja, sicher: Anzeige. Bin den ganzen Tach hier. Wo soll ich auch hin, ohne mein Peugeot ...
Ja, ich möchte einen Einbruch melden und einen Diebstahl. Jemand hat mein Auto aufgebrochen. -
Ob was fehlt? Sicher, im Motorraum. Der Verteiler war ab und da drin ist sonst ein Teil und das fehlt. Jetzt springt er nicht mehr an. -
Läufer? Na, wenigstens gut, dass man dafür einen Namen hat, ich begreifs einfach nicht, wie jemand sowas machen kann. Keine Worte - ist wahrscheinlich nicht mal teuer, ging vielleicht nur dadrum mir zu zeigen, dass es geht oder was? Einfach mein Auto lahmlegen. -
Was? Na, für den Preis kriegen Sie bei mir nen Café Latte mit Apfelkuchen. Und dafür begeht jemand ein Verbrechen?! -
Der Wagentyp? Meiner. -
Ja, Fabrikat. Peugeot, Cabrio, wird 20 Jahre alt. Wir sind im 7. Jahr zusammen ohne Stress, immer isser da, wenn ich ihn brauche und er ist so einfach und pflegeleicht. Er sagt mir immer, wenn er mal genug hat, dann spuckt und ruckelt er, dann bekommt er ne Wäsche mit Polierzeuch und dann ist alles wieder gut ... -
Ich heul ja gar nich, dafür gehe ich ja auch in ... und nun ist er kaputt. -
Geringfügiger Schaden? Ich fass es nicht! So ein altes Wägelchen sabotieren! Das iss, als wenn jemand ner alten Oma eins überbrät, nur um ihr die Pfandflaschen aus der Einkaufstasche zu klaun. -
Mir egal. Wenn einer sich an meinem Peugeot vergreift, da fühl ich mich persönlich verletzt. -
Ja, sicher: Anzeige. Bin den ganzen Tach hier. Wo soll ich auch hin, ohne mein Peugeot ...
Montag, 14. Februar 2011
Nervensträ/enge
Sassi liefert einen Kaffee aus: Wusstest du, dass jemand der Geräuschempfindlichkeiten hat und vorher eine GehirnOP, dass es dem passieren kann, dass wenn der Weisheitszahn wackelt, ihm die Backe anschwillt, wenn durch zu viel Krach der Nerv gereizt wird? Da ist wohl so ein Nervenstrang, der läuft daaaa so rum, verzweigt sich dreifach, einmal am Ohr runter, dann bis in den Kiefer und über einen weiteren Zweig über das Auge. Irgendwas habe ich da jetzt vergessen ...
Sonntag, 13. Februar 2011
Die Würstchennummer
1. Also, stell dir vor, da ist diese geile Schlange, die du schon immer
wolltest ...
2. Hemm? (betrachtet die Zigarre)
1. ... in der Vorstellung, Mann, in der Vorstellung!
2. Vorstellung, achso!
1. Und du bist mit ihr im Bett.
2. Sag mal, willst du mir den Begriff "Fiktion" erklären?
1. Hör doch mal zu!
2. (Raucht, verschränkt die Arme, raucht) tue ich, tue ich.
1. Und während du mit diesem Sexmonster im Bett bist, erzählt sie dir,
warum sie dich will.
2. (mit erwachender Aufmerksamkeit) M-hm.
1. Da wäre nämlich, sagt sie, in ihrem Fitnessstudio dieser Muskelmann,
der mit den Sixpacks vom Hals bis zu den Oberschenkeln, dieser andere
aus dem angegliederten Dojo, der auf die Machospiele steht, der dritte,
der sie zwei Stunden lang bearbeitet, dass sie hinterher nicht mehr
laufen ...
Sassi geht vorbei: nochn Wunsch?
2. Absolut, ja.
1. Und wie!
Sassi: Und was?
2. Ja, was?
(keine Antwort) Sassi entscheidet selbst, zwei Kaffee wären wohl
passend.
2. Tja, also diese Hardcoreschnecke ...
1. Ja.
2. Ja, was?
1. Also, diese scharfe Maus hat den ganzen Stall schon durch, und da
reihen sich die Paradehengste an Zuchtstiere und Business-ego-Bullen.
Und das alles erzählt sie dir, wo? -- Im Bett! kannst du mir folgen?
2. Hab das Gefühl, mir steckt gerade jemand eine Fahrradklammer auf die
Teile, wozu erzählstn das? Hast du heute Nacht schlecht geträumt? Diese
Kaggö?
1. Iss passiert. Da haste mächtich zu kauen an der Frage: WARUM geht
die jetzt nochmal mit mir ins Bett?
2. Vielleicht fehlte ihr in der Vitrine noch die Würstchennummer.
1. Ist immer wieder erhellend, mit dir über Soziologie zu plaudern.
2. Sassi! Bleibt mein Kaffee ...?
wolltest ...
2. Hemm? (betrachtet die Zigarre)
1. ... in der Vorstellung, Mann, in der Vorstellung!
2. Vorstellung, achso!
1. Und du bist mit ihr im Bett.
2. Sag mal, willst du mir den Begriff "Fiktion" erklären?
1. Hör doch mal zu!
2. (Raucht, verschränkt die Arme, raucht) tue ich, tue ich.
1. Und während du mit diesem Sexmonster im Bett bist, erzählt sie dir,
warum sie dich will.
2. (mit erwachender Aufmerksamkeit) M-hm.
1. Da wäre nämlich, sagt sie, in ihrem Fitnessstudio dieser Muskelmann,
der mit den Sixpacks vom Hals bis zu den Oberschenkeln, dieser andere
aus dem angegliederten Dojo, der auf die Machospiele steht, der dritte,
der sie zwei Stunden lang bearbeitet, dass sie hinterher nicht mehr
laufen ...
Sassi geht vorbei: nochn Wunsch?
2. Absolut, ja.
1. Und wie!
Sassi: Und was?
2. Ja, was?
(keine Antwort) Sassi entscheidet selbst, zwei Kaffee wären wohl
passend.
2. Tja, also diese Hardcoreschnecke ...
1. Ja.
2. Ja, was?
1. Also, diese scharfe Maus hat den ganzen Stall schon durch, und da
reihen sich die Paradehengste an Zuchtstiere und Business-ego-Bullen.
Und das alles erzählt sie dir, wo? -- Im Bett! kannst du mir folgen?
2. Hab das Gefühl, mir steckt gerade jemand eine Fahrradklammer auf die
Teile, wozu erzählstn das? Hast du heute Nacht schlecht geträumt? Diese
Kaggö?
1. Iss passiert. Da haste mächtich zu kauen an der Frage: WARUM geht
die jetzt nochmal mit mir ins Bett?
2. Vielleicht fehlte ihr in der Vitrine noch die Würstchennummer.
1. Ist immer wieder erhellend, mit dir über Soziologie zu plaudern.
2. Sassi! Bleibt mein Kaffee ...?
Freitag, 11. Februar 2011
Das neue Männermodell (Stühlchenhocker classics)
Saskia putzt: Die Herren noch einen Tee?
2: Tee? Warum nicht? Will mal hoffen, die werden nicht aus Beuteln gewonnen.
Saskia: Was gibt’s schon wieder zu motzen?
1: Der Tee war einwandfrei. Ich hätte noch gerne einen. Mit viel Liebe zubereitet. Du weißt schon. Für deine besten Gäste.
Saskia geht.
2: Spinnst du jetzt völlig? Was war DAS denn?
1: Freundlichkeit im Alltagsleben.
2: Ist das wieder aus so einem schlauen Wie-werde-ich-glücklich-in-vierzig-Tagen-Buch?
1: Also, um der Ehre die Wahrheit ...
2: Das könnte man aber auch mißverstehen, du. Ein Unbeteiligter könnte auf die Idee kommen, daß du dich bei den Frauen einzuschmeicheln versuchst. Ja, das Alter! Ist bedrohlich, oder(?), wenn man zu solchen Maßnahmen greifen muß.
1: Also, um der Wahrheit die Ehre zu geben ...
2: Und diese Machosprüche vom Eastwood, die kannst du dir grad schenken. Jemand, der sich so an eine Frau herandient ... Das ist ja fast schon ehrenrührig. Bitter, einen Mann so vor die Hunde gehen zu sehen.
1: Um der Wahrheit also die Ehre zu geben, war der Tee einwandfrei.
2: Bitter und trübe. Ich weiß nicht, wie die den da in ihrer Küche braut, vermutlich hat die dort drin ein Sortiment von Beutelostfriesen stehen, seit zwanzig Jahren offen im Dunst.
1: Piano, Collega! Bistn heute so aufgekratzt?
2: Das war hier mal ein richtiger Männertisch.
1: Und?
2: Allmählich kommt hier so eine senile Diensteifrigkeit auf, die ist echt unerträglich.
1: Meinsten damit?
2: Hier, die Zigarren. Nur zum Beispiel. Hasten da fürn Shaize eingekauft! Frauenformat. Unrauchbar.
1: Finde sie zum Frühstück okay. Aromatisch, fest gewickelt ...
2: Frauenformat. Als Mann kann ich das nur mit Widerwillen in die Hand nehmen.
1: Der Saskia gefällt sie.
2: Das ist genau mein Punkt.
1: Mal ehrlich, die Zigarre ist okay. Nur daß sie der Sassi gefällt, nervt dich?
2: Die braucht sich nur ausdauernd genug über den Qualm zu beschweren, schon gibt der lolitageile Sesselfurzer seine Torpedos auf. Als nächstes hängst du das Rad an den Nagel und legst dir einen Kombi-Van zu.
1: Dann kommt das regelmäßige Zähneputzen und der Mann ist im Arsch.
2: Zähneputzen kann man schon mal machen, ohne gleich blöd aufzufallen. Aber ich würde ja nie einer Frau zuliebe die Zahnpastensorte wechseln.
1: Du bist eben ein richtiger Mann.
2: Ich lasse mir jedenfalls nicht mit einem Wink von einem kurzen Röckchen gleich einen Ring um die guten Teile klemmen.
1: Kann auch sehr erotisch sein.
2: Wußte ichs doch!
1: Was?
2: Die hat dich weichgekocht. Ich weiß nicht, welche, aber sie hats geschafft. Alles, was hier vorher war, war nur Fassade. Die erste Kleine, und der rennt mit fliegenden Fahnen über. Und die Freunde werden sofort aufgegeben.
Saskia kehrt mit zwei Tassen Tee zurück.
1: Danke, Sassi, der sieht ja hervorragend aus.
2 schweigt pikiert.
Saskia schüttelt ihr Röckchen und geht. 2 guckt demonstrativ nicht hin.
1: Weißt du, wo dieses Zigarrenformat entwickelt wurde?
2: Welches Format?
1: Das du da rauchst.
2: Kommt aus Domrep.
1: Joop. Auf dem Gut Heimendahl am Niederrhein. Bei einer Zigarrenverkostung. Nennt sich Chinchin. Mittlerweile so erfolgreich, daß es in der ganzen Welt geraucht wird. Die hier sind vom Dominique.
2 etwas lustlos: Aha?
1: Durch die eigene Form werden die schon mal falsch herum angezündet.
2: Ach, darauf läuft das Gespräch hier hinaus??
1: Tja, mein Lieber, und wenn man die falsch anzündet, dann rebelt sich das Deckblatt auf.
2: Weiß ich, Klugscheißer!
1: Und dann fällt einem zuweilen der Tabakbrösel runter.
2: Kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.
1: Und wenn eine Tasse Tee drunter steht, dann fällt der Brösel auch schon mal da rein.
2 wird nervös. Ein Blick in die vorherige Tasse bestätigt den aufkeimenden Verdacht.
2: Warum hast du das denn nicht gleich gesagt? Ich versaue der Sassi hier den Tee ...
1: Den liebevoll zubereiteten, ausgesuchten Darjeeling ...
2: ... und du läßt mich so ins Messer laufen! Ich mache der Frechheiten für meine eigene Ungeschicklichkeit, und du läßt mich seelenruhig ins Messer laufen?
1: Ein richtiger Mann entschuldigt sich nicht.
2: Wofür auch?
1: Daß ich dich nicht gewarnt habe. Aber du warst eben in Fahrt.
2: Stimmt. Ein Mann kann sowas verstehen, aber die Frauen?
1: Keine Sorge. Die Frauen können gelegentliche Korrekturen ihrer Arbeit ab. Das bestätigt unsere allgemeine Wertschätzung als Mann. Erzieherische Pflichten und so ...
2: Au, Mann, bin ich da ins Näpfchen getreten!
1: Untopp! (lacht)
2 (dreht sich zu Sassi um): Saskia, dein Tee ist erste Sahne. Kann man besser nicht hinkriegen. Das ist genau ...
1: Reicht jetzt. Die Leute gucken sich schon nach uns um. Unser Ruf, Mann!
2: Ist eh hin. Ich mußte vorhin in Annettes Kombi fahren. Rad war kaputt.
1: Das ist hart. Und erklärt einiges.
2: Aber Bond fährt ja auch schon mal im Focus.
1: In schwachen Momenten.
2: Hast du noch eine von den kleinen, stupsigen Zigarren?
1: Die Chinchin? Aber ja.
2: Tee? Warum nicht? Will mal hoffen, die werden nicht aus Beuteln gewonnen.
Saskia: Was gibt’s schon wieder zu motzen?
1: Der Tee war einwandfrei. Ich hätte noch gerne einen. Mit viel Liebe zubereitet. Du weißt schon. Für deine besten Gäste.
Saskia geht.
2: Spinnst du jetzt völlig? Was war DAS denn?
1: Freundlichkeit im Alltagsleben.
2: Ist das wieder aus so einem schlauen Wie-werde-ich-glücklich-in-vierzig-Tagen-Buch?
1: Also, um der Ehre die Wahrheit ...
2: Das könnte man aber auch mißverstehen, du. Ein Unbeteiligter könnte auf die Idee kommen, daß du dich bei den Frauen einzuschmeicheln versuchst. Ja, das Alter! Ist bedrohlich, oder(?), wenn man zu solchen Maßnahmen greifen muß.
1: Also, um der Wahrheit die Ehre zu geben ...
2: Und diese Machosprüche vom Eastwood, die kannst du dir grad schenken. Jemand, der sich so an eine Frau herandient ... Das ist ja fast schon ehrenrührig. Bitter, einen Mann so vor die Hunde gehen zu sehen.
1: Um der Wahrheit also die Ehre zu geben, war der Tee einwandfrei.
2: Bitter und trübe. Ich weiß nicht, wie die den da in ihrer Küche braut, vermutlich hat die dort drin ein Sortiment von Beutelostfriesen stehen, seit zwanzig Jahren offen im Dunst.
1: Piano, Collega! Bistn heute so aufgekratzt?
2: Das war hier mal ein richtiger Männertisch.
1: Und?
2: Allmählich kommt hier so eine senile Diensteifrigkeit auf, die ist echt unerträglich.
1: Meinsten damit?
2: Hier, die Zigarren. Nur zum Beispiel. Hasten da fürn Shaize eingekauft! Frauenformat. Unrauchbar.
1: Finde sie zum Frühstück okay. Aromatisch, fest gewickelt ...
2: Frauenformat. Als Mann kann ich das nur mit Widerwillen in die Hand nehmen.
1: Der Saskia gefällt sie.
2: Das ist genau mein Punkt.
1: Mal ehrlich, die Zigarre ist okay. Nur daß sie der Sassi gefällt, nervt dich?
2: Die braucht sich nur ausdauernd genug über den Qualm zu beschweren, schon gibt der lolitageile Sesselfurzer seine Torpedos auf. Als nächstes hängst du das Rad an den Nagel und legst dir einen Kombi-Van zu.
1: Dann kommt das regelmäßige Zähneputzen und der Mann ist im Arsch.
2: Zähneputzen kann man schon mal machen, ohne gleich blöd aufzufallen. Aber ich würde ja nie einer Frau zuliebe die Zahnpastensorte wechseln.
1: Du bist eben ein richtiger Mann.
2: Ich lasse mir jedenfalls nicht mit einem Wink von einem kurzen Röckchen gleich einen Ring um die guten Teile klemmen.
1: Kann auch sehr erotisch sein.
2: Wußte ichs doch!
1: Was?
2: Die hat dich weichgekocht. Ich weiß nicht, welche, aber sie hats geschafft. Alles, was hier vorher war, war nur Fassade. Die erste Kleine, und der rennt mit fliegenden Fahnen über. Und die Freunde werden sofort aufgegeben.
Saskia kehrt mit zwei Tassen Tee zurück.
1: Danke, Sassi, der sieht ja hervorragend aus.
2 schweigt pikiert.
Saskia schüttelt ihr Röckchen und geht. 2 guckt demonstrativ nicht hin.
1: Weißt du, wo dieses Zigarrenformat entwickelt wurde?
2: Welches Format?
1: Das du da rauchst.
2: Kommt aus Domrep.
1: Joop. Auf dem Gut Heimendahl am Niederrhein. Bei einer Zigarrenverkostung. Nennt sich Chinchin. Mittlerweile so erfolgreich, daß es in der ganzen Welt geraucht wird. Die hier sind vom Dominique.
2 etwas lustlos: Aha?
1: Durch die eigene Form werden die schon mal falsch herum angezündet.
2: Ach, darauf läuft das Gespräch hier hinaus??
1: Tja, mein Lieber, und wenn man die falsch anzündet, dann rebelt sich das Deckblatt auf.
2: Weiß ich, Klugscheißer!
1: Und dann fällt einem zuweilen der Tabakbrösel runter.
2: Kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.
1: Und wenn eine Tasse Tee drunter steht, dann fällt der Brösel auch schon mal da rein.
2 wird nervös. Ein Blick in die vorherige Tasse bestätigt den aufkeimenden Verdacht.
2: Warum hast du das denn nicht gleich gesagt? Ich versaue der Sassi hier den Tee ...
1: Den liebevoll zubereiteten, ausgesuchten Darjeeling ...
2: ... und du läßt mich so ins Messer laufen! Ich mache der Frechheiten für meine eigene Ungeschicklichkeit, und du läßt mich seelenruhig ins Messer laufen?
1: Ein richtiger Mann entschuldigt sich nicht.
2: Wofür auch?
1: Daß ich dich nicht gewarnt habe. Aber du warst eben in Fahrt.
2: Stimmt. Ein Mann kann sowas verstehen, aber die Frauen?
1: Keine Sorge. Die Frauen können gelegentliche Korrekturen ihrer Arbeit ab. Das bestätigt unsere allgemeine Wertschätzung als Mann. Erzieherische Pflichten und so ...
2: Au, Mann, bin ich da ins Näpfchen getreten!
1: Untopp! (lacht)
2 (dreht sich zu Sassi um): Saskia, dein Tee ist erste Sahne. Kann man besser nicht hinkriegen. Das ist genau ...
1: Reicht jetzt. Die Leute gucken sich schon nach uns um. Unser Ruf, Mann!
2: Ist eh hin. Ich mußte vorhin in Annettes Kombi fahren. Rad war kaputt.
1: Das ist hart. Und erklärt einiges.
2: Aber Bond fährt ja auch schon mal im Focus.
1: In schwachen Momenten.
2: Hast du noch eine von den kleinen, stupsigen Zigarren?
1: Die Chinchin? Aber ja.
Für einen Milchkaffee (Stühlchenhocker classics)
2: Sassi, bleibt mein Kaffee?
1: Dammicht, diese Mexikanerin schmeckt wie Kameldung.
2: Ich wollt ja nichts sagen, aber das ist genau mein Eindruck. Das Ding hier ist echt unrauchbar. Wenn ich nicht bald einen Kaffee bekomme, dann brennt mir der Prügel ein Loch ins Zäpfchen.
1: Manche entwickeln sich erst nach ein paar Zügen. Die kann man dann gut zu Ende paffen, sobald die Geschmacksnerven mal am Arsch sind.
2: Also, bei dem Teil hier ist es so weit. Die sind seit einer halben Stunde am Arsch. Aber das Röllchen hier ist immer noch striktamente unrauchbar.
1: Sa-ssssiiii! Erste Hilfe!
2: Kenner do. Wenn man die Mädels emo braucht ...
1: Dann sitzt man da in seinem Leid. Und schmort.
2: Muß ich dem Dominique sagen. Die muß der sofort aus dem Sortiment nehmen. Am besten schreibt man ans Handelsministerium. Daß sie den Import gleich ganz stoppen. EU weit. Sowas gehört zu den Aufgaben vom Grenzschutz.
1: Vielleicht haben wir die falsch herum angeraucht.
2: Hab auch schon überlegt. Aber das Deckblatt stimmt.
1: HAT die überhaupt ein Deckblatt?
2: Meinst du, das könnte vielleicht Plastik sein?
1: Daß die noch eingeschweißt wäre? Das wär ja ein Ding!
2: Das würde zumindest einen Teil ihres Geschmacks erklären helfen.
1: Sassi? Ist denn die?
2: Ruf doch gleich nachm Notarzt!
1: Guter Einfall. Vielleicht ist der sogar zufällig hinten in der Küche.
2: Das würd auch erklären, wo sich die Sassi rumtreibt. Die Frauen stehen ja auf Mediziner.
1: Geld, mein Lieber. Sie stehen auf Kohle.
2: Durchweg. Das ist auch der Grund, warum Männer diesen ganzen Lifestyle-Protzmist praktizieren. Die arbeiten die weibliche Wunschlage stellvertretend ab.
1: Oh! DESHALB sind wir rund um die Uhr nur am schuften?
2: Du sagst es, mein Lieber! Absolut. Jedenfalls diejenigen, die das Prinzip nicht durchschauen.
1: Yeah, das leuchtet ein. Vielleicht hat das auch entfernt damit zu tun, daß wir hier ohne Ladies hocken.
2: Fehlende Kohle?
1: Nope. Die mangelnde Bereitschaft, sich dafür voll und ganz ins Zeug zu werfen.
2: Ab-so-lut! Saskia! Aiuto! Dove stas?
1: Wir könnten ja damit aufhören.
2: Ich hab vor langem damit aufgehört. Was meinsten du?
1: Mit den Mexikanern. Doch nicht mit den Frauen.
2: Das ist die Idee.
1: Andererseits ...
2: Die Frauen. Das ist die Idee, nicht die Zigarren. Ein Mann darf vor sowas nicht zurück schrecken.
1: Jo, irgendein Feld muß Mann ja haben, auf dem er sich beweisen kann. Ich meine, den Frauen beweisen, daß er zu allem bereit und fähig ist - für sie. Sogar zu so einem Stumpen.
2: Also, ich verfolge gerade den Gedanken, ob es nicht sinnvoll wäre, das Konzept der Frau komplett zu verwerfen.
1: Verwerfen?
2: Jo, alleine bleiben, glücklich sein, no maams club.
1: Wie weit bist du in der Theorie? Grundlagenbetrachtungen?
2: Etwa an dem Punkt, wo Einstein 1918 war.
1: Apropos - Gewußt, daß es einen Single-Malt mit Namen Bundy gibt?
2: Sasssssiiiii! Bleibt mein Bier? Ich meine Kaffee.
1: Echt, ne total verkackte Zigarre. Das wäre was für den Mann mit der Hand im Hosenbund.
2: Im Internet diskutieren sie diesen Spruch vom Al Bundy, wo er die amerikanische Unabhängigkeit auf Kaffee und Bier zurück führt.
1: Kaffee und Bier? Coffee and Cigarettes kenne ich. Hat aber mitem Bundy nix zu ...
2: Er sagt, Amerika hätte sich nicht durch Wahlen von England losgesagt, sondern indem sie den beschissenen Tee in den Müll geworfen hätten und anständigen Kaffee stattdessen getrunken. Und statt Wein hätten sie eiskaltes Bier.
1: Absolut männlich, die Ansicht. Nur ist gegenwärtig weder Tee noch Kaffee da.
2: Noch Frauen.
1: Die einzig gute Szene von Coffee and Cigarettes ist die, wo Tom Waits mit ... wie heißter?
2: Iggy Pop.
1: Jo.
2: The Godfather of Punk.
1: Punk ist Dreck oder sowas in der Art?
2: Heißt, glaube ich, wörtlich armselig.
1: Dabei kommt mir die Zigarre in den Sinn. Die beste, die ich je geraucht habe, war eine mexikanische.
2: Ah?
1: Und die schlechteste offensichtlich auch.
2: Was war die beste Szene in dem Film?
1: Wo sie sich das Rauchen abgewöhnen wollen ...
2: Ah! Klar.
Saskia taucht am Tisch auf, wedelt mit der Hand vor ihrem Gesicht und hustet beim Reden: Jungs, könnt ihr nicht draußen eure Socken toasten?
1 legt instinktiv die Zigarre in den Ascher. 2 tut es ihm nach. Die Schwaden legen sich allmählich. Saskia öffnet die Tür.
1: In den Artillerieschlachten achtzehn-neunzehn-Hundert, wo sie noch mit Schwarzpulver geballert haben ...
2: Machst du mir maln Kaffee, Sassi?
Saskia: Klar, sobald ich den Weg zur Maschine finde.
1: Ich dachte, du hättest das Prinzip Frau verworfen?
2: Theoretisch, mein Lieber, theoretisch!
1: Oh, ja. Praktisch hast du ihr gerade den Wunsch von den Augen abgelesen.
2: Welchen Wunsch?
1: Eine total abgestürzte Zigarre aufgegeben. Die unverzichtbare männliche Bitterkeit sozusagen gewaltsam erstickt. Und das ganze Opfer nur für eine Frau. Ob die Mädels so viel brachiales Entgegenkommen überhaupt zu schätzen wissen?
2: Vermutlich nicht. Die stecken doch alle in ihrer Prinzessinnen-Phantasie fest.
1: Vielleicht ist es auch falsch, sie gleich so mit seiner ganzen aufgestauten Liebe und Hingabe zu überschütten. Und alles nur für ein flüchtiges Lächeln.
2: Für einen Milchkaffee. Jetzt bleib mal aufm Teppich!
1: Dammicht, diese Mexikanerin schmeckt wie Kameldung.
2: Ich wollt ja nichts sagen, aber das ist genau mein Eindruck. Das Ding hier ist echt unrauchbar. Wenn ich nicht bald einen Kaffee bekomme, dann brennt mir der Prügel ein Loch ins Zäpfchen.
1: Manche entwickeln sich erst nach ein paar Zügen. Die kann man dann gut zu Ende paffen, sobald die Geschmacksnerven mal am Arsch sind.
2: Also, bei dem Teil hier ist es so weit. Die sind seit einer halben Stunde am Arsch. Aber das Röllchen hier ist immer noch striktamente unrauchbar.
1: Sa-ssssiiii! Erste Hilfe!
2: Kenner do. Wenn man die Mädels emo braucht ...
1: Dann sitzt man da in seinem Leid. Und schmort.
2: Muß ich dem Dominique sagen. Die muß der sofort aus dem Sortiment nehmen. Am besten schreibt man ans Handelsministerium. Daß sie den Import gleich ganz stoppen. EU weit. Sowas gehört zu den Aufgaben vom Grenzschutz.
1: Vielleicht haben wir die falsch herum angeraucht.
2: Hab auch schon überlegt. Aber das Deckblatt stimmt.
1: HAT die überhaupt ein Deckblatt?
2: Meinst du, das könnte vielleicht Plastik sein?
1: Daß die noch eingeschweißt wäre? Das wär ja ein Ding!
2: Das würde zumindest einen Teil ihres Geschmacks erklären helfen.
1: Sassi? Ist denn die?
2: Ruf doch gleich nachm Notarzt!
1: Guter Einfall. Vielleicht ist der sogar zufällig hinten in der Küche.
2: Das würd auch erklären, wo sich die Sassi rumtreibt. Die Frauen stehen ja auf Mediziner.
1: Geld, mein Lieber. Sie stehen auf Kohle.
2: Durchweg. Das ist auch der Grund, warum Männer diesen ganzen Lifestyle-Protzmist praktizieren. Die arbeiten die weibliche Wunschlage stellvertretend ab.
1: Oh! DESHALB sind wir rund um die Uhr nur am schuften?
2: Du sagst es, mein Lieber! Absolut. Jedenfalls diejenigen, die das Prinzip nicht durchschauen.
1: Yeah, das leuchtet ein. Vielleicht hat das auch entfernt damit zu tun, daß wir hier ohne Ladies hocken.
2: Fehlende Kohle?
1: Nope. Die mangelnde Bereitschaft, sich dafür voll und ganz ins Zeug zu werfen.
2: Ab-so-lut! Saskia! Aiuto! Dove stas?
1: Wir könnten ja damit aufhören.
2: Ich hab vor langem damit aufgehört. Was meinsten du?
1: Mit den Mexikanern. Doch nicht mit den Frauen.
2: Das ist die Idee.
1: Andererseits ...
2: Die Frauen. Das ist die Idee, nicht die Zigarren. Ein Mann darf vor sowas nicht zurück schrecken.
1: Jo, irgendein Feld muß Mann ja haben, auf dem er sich beweisen kann. Ich meine, den Frauen beweisen, daß er zu allem bereit und fähig ist - für sie. Sogar zu so einem Stumpen.
2: Also, ich verfolge gerade den Gedanken, ob es nicht sinnvoll wäre, das Konzept der Frau komplett zu verwerfen.
1: Verwerfen?
2: Jo, alleine bleiben, glücklich sein, no maams club.
1: Wie weit bist du in der Theorie? Grundlagenbetrachtungen?
2: Etwa an dem Punkt, wo Einstein 1918 war.
1: Apropos - Gewußt, daß es einen Single-Malt mit Namen Bundy gibt?
2: Sasssssiiiii! Bleibt mein Bier? Ich meine Kaffee.
1: Echt, ne total verkackte Zigarre. Das wäre was für den Mann mit der Hand im Hosenbund.
2: Im Internet diskutieren sie diesen Spruch vom Al Bundy, wo er die amerikanische Unabhängigkeit auf Kaffee und Bier zurück führt.
1: Kaffee und Bier? Coffee and Cigarettes kenne ich. Hat aber mitem Bundy nix zu ...
2: Er sagt, Amerika hätte sich nicht durch Wahlen von England losgesagt, sondern indem sie den beschissenen Tee in den Müll geworfen hätten und anständigen Kaffee stattdessen getrunken. Und statt Wein hätten sie eiskaltes Bier.
1: Absolut männlich, die Ansicht. Nur ist gegenwärtig weder Tee noch Kaffee da.
2: Noch Frauen.
1: Die einzig gute Szene von Coffee and Cigarettes ist die, wo Tom Waits mit ... wie heißter?
2: Iggy Pop.
1: Jo.
2: The Godfather of Punk.
1: Punk ist Dreck oder sowas in der Art?
2: Heißt, glaube ich, wörtlich armselig.
1: Dabei kommt mir die Zigarre in den Sinn. Die beste, die ich je geraucht habe, war eine mexikanische.
2: Ah?
1: Und die schlechteste offensichtlich auch.
2: Was war die beste Szene in dem Film?
1: Wo sie sich das Rauchen abgewöhnen wollen ...
2: Ah! Klar.
Saskia taucht am Tisch auf, wedelt mit der Hand vor ihrem Gesicht und hustet beim Reden: Jungs, könnt ihr nicht draußen eure Socken toasten?
1 legt instinktiv die Zigarre in den Ascher. 2 tut es ihm nach. Die Schwaden legen sich allmählich. Saskia öffnet die Tür.
1: In den Artillerieschlachten achtzehn-neunzehn-Hundert, wo sie noch mit Schwarzpulver geballert haben ...
2: Machst du mir maln Kaffee, Sassi?
Saskia: Klar, sobald ich den Weg zur Maschine finde.
1: Ich dachte, du hättest das Prinzip Frau verworfen?
2: Theoretisch, mein Lieber, theoretisch!
1: Oh, ja. Praktisch hast du ihr gerade den Wunsch von den Augen abgelesen.
2: Welchen Wunsch?
1: Eine total abgestürzte Zigarre aufgegeben. Die unverzichtbare männliche Bitterkeit sozusagen gewaltsam erstickt. Und das ganze Opfer nur für eine Frau. Ob die Mädels so viel brachiales Entgegenkommen überhaupt zu schätzen wissen?
2: Vermutlich nicht. Die stecken doch alle in ihrer Prinzessinnen-Phantasie fest.
1: Vielleicht ist es auch falsch, sie gleich so mit seiner ganzen aufgestauten Liebe und Hingabe zu überschütten. Und alles nur für ein flüchtiges Lächeln.
2: Für einen Milchkaffee. Jetzt bleib mal aufm Teppich!
Fatal
1. Hast du inzwischen raus bekommen, wozu das Leben gut sein soll?
2. (lässt seine Maduro fallen) Ich dachte, du wüsstest das??
1. Au, Backe!
2. (lässt seine Maduro fallen) Ich dachte, du wüsstest das??
1. Au, Backe!
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